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Peter Krüger: „Das ist ein Zustand, der nicht geht“

Altherren-Kreisliga soll abgeschafft werden / Meinungen sehr unterschiedlich

Peter Krüger: „Das ist ein Zustand, der nicht geht“

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Rotenburg - Von Jürgen HonebeinDer Kreisspielausschuss des NFV-Kreis Rotenburg bringt am 26. April auf dem Fußball-Kreistag 2012 in Elsdorf den Antrag ein, die Altherren-Kreisliga zur neuen Saison abzuschaffen und drei gleichrangige Kreisklassen-Staffeln zu bilden. Diese Maßnahme stößt zwar nicht überall auf Gegenliebe, doch hat der Antrag beste Chancen, durchzukommen.

Spielen Brockels Uwe Sachs (r.) und der Sottrumer Thorsten Meinecke künftig nur noch in der Altherren-Kreisklasse? Ob die Kreisliga abgeschafft wird, klärt sich im April auf dem Fußball-Kreistag.

© ksy

Spielen Brockels Uwe Sachs (r.) und der Sottrumer Thorsten Meinecke künftig nur noch in der Altherren-Kreisklasse? Ob die Kreisliga abgeschafft wird, klärt sich im April auf dem Fußball-Kreistag.

Dazu der Kreisspielausschuss-Obmann Peter Krüger: „In der ersten Halbserie sind in der Altherren-Kreisliga allein 25 Spiele ausgefallen, da der Gegner nicht angetreten ist. Das ist ein Zustand, der nicht geht. Grund dafür ist das große Leistungsgefälle in der Kreisliga. Seit Jahren haben wir zudem das Problem, dass aus den Kreisklassen kaum eine Mannschaft in die Kreisliga aufsteigen will, weil diese zu stark ist.“

Bei den betroffenen Vereinen der Kreisliga ist das Echo geteilt. Der Bremervörder SC ist für die Auflösung. Dazu Betreuer Sascha Döge: „Sportlich ist es nicht gut, aber wir müssen längst nicht mehr so weit fahren, was viele Spieler gut finden. Anders sieht das Sottrums langjähriger Betreuer Helmut Lange: „Wir sind überhaupt nicht für eine Auflösung, aber wir werden es nicht ändern können“, hat Lange schon resigniert. Der Bremervörder SC ist zum Beispiel in den vergangenen Jahren nie in Sottrum angetreten.

Aber auch Sittensen und Gnarrenburg haben in dieser Saison die Punkte kampflos dem TV Sottrum überlassen. Das ist für alle Seiten nicht befriedigend. Unterschiedliche Meinungen herrschen dagegen noch beim TuS Brockel: „Einige bei uns sind dafür, einige dagegen. Ich weiß noch nicht wie wir uns beim Kreistag verhalten werden“, sagt Mannschaftsführer Stefan Meyer. Restlos sauer ist man über den Antrag beim FC Ostereistedt/Rhade. Dazu Betreuer Wilfried Heins: „Wer noch richtig Fußball spielen will, kann nur gegen die Auflösung stimmen. Wir sehen noch ein weiteres Problem. Wenn am Ende der Saison die drei Staffelsieger den Meister ausspielen, wird es zu einer Wettbewerbsverzerrung kommen, denn dann wird jeder Verein alles aufbieten was Rang und Namen hat. Die Beispiele haben wir doch schon in der S 40-Liga gehabt“, gibt Heins zu bedenken.

Für den Tabellenletzten der Kreisliga, SV Horstedt, ist der Antrag in Ordnung: „Wir sind das beste Beispiel dafür, warum kein Team in die Kreisliga aufsteigen will. Der Leistungsunterschied ist zu gravierend. Wir ziehen die eine Saison jetzt durch, aber eine Chance sich zu halten, hat nie bestanden“, sagt Frank Dodenhoff. Der Abteilungsleiter Fußball beim SV Hamersen, Michael Blanken, würde eine Auflösung der Kreisliga schade finden, sieht aber ein, dass der Schritt erforderlich ist, um endlich wieder einen geregelten Spielbetrieb zu gewährleisten. „So viele Spielausfälle wegen Nichtantretens hat es noch nie gegeben“, bedauert Blanken. Gnarrenburgs stellvertretender Fußballobmann Jens Stelljes ist für eine Auflösung, aber aus einem ganz anderen Grund: „Unsere Mannschaft ist inzwischen gealtert, sodass sie leistungsmäßig immer weniger mithalten kann. Bei manchen Spielern geht inzwischen die Familie vor und wer will dann zum Beispiel mit acht Akteuren nach Sottrum fahren und sich dann dort den Kasten vollhauen lassen.“

Noch ist keine Entscheidung gefallen, doch es deutet alles darauf hin, dass der Antrag des Kreisspielausschusses auf dem Kreistag eine breite Mehrheit finden wird und es somit in der kommenden Saison im Fußball-Altherrenbereich nur noch drei Kreisklassen-Staffeln geben wird.

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