Rotenburg - Von Matthias FreeseDiese Entwicklung innerhalb weniger Wochen ist schon beeindruckend: Hannah Pakulat, 17-jähriger Forward der BG ’89 Avides Hurricanes, hat sich im Team des Basketball-Bundesligisten von der „Bankdrückerin“ der Hinrunde in die erste Reihe gespielt. Beim 53:71 gegen die Wildcats des BV Wolfenbüttel punktete sie nicht nur erstmalig zweistellig. Für ihre zehn Zähler benötigte sie auch nur sechs Versuche aus der Nah- und Mitteldistanz – 83 Prozent, die Top-Quote in ihrem Team an diesem Spieltag!

© ksy
Selbstbewusster Auftritt: Hannah Pakulat (r.) zieht hier an Wolfenbüttels Roli-Ann Haldin vorbei.
Angesichts der dünnen Personaldecke hatte Coach Roland Senger vorher keinen Sieg gegen den Tabellenzweiten erwartet. „Das war ein Spiel zum Lernen für die jungen Spielerinnen“, nannte er die primäre Zielsetzung. „Und Hannah hat es für sich genutzt.“
In der Tat: Schon vor zwei Wochen, in der ersten Partie nach der Winterpause, war die U 18-Nationalspielerin, die erst vor wenigen Tagen von Bundestrainer Patrick Bär zum Lehrgang im April in Heidelberg eingeladen worden ist, aufgetrumpft und hatte vier Punkte erzielt. Gegen Wolfenbüttel lief es für sie nicht nur wegen ihrer zehn Zähler noch besser. „Ich habe mich mehr getraut und mich nicht so versteckt wie früher“, erklärt die Lauenbrückerin ihren Leistungssprung. Inzwischen ist auch ihr Selbstvertrauen so groß, dass sie sich die 1. Bundesliga durchaus zutraut. „Auf jeden Fall“, untermauert Hannah Pakulat und ergänzt: „Viele, die ich aus der Nationalmannschaft kenne, spielen dort auch und können mithalten. Dann kann ich das auch! Man darf nur nicht zu viel Respekt haben.“
Es scheint tatsächlich so, als sollten die Hurricanes in kürzester Zeit eine echte Alternative aus dem eigenen Haus für die Starting-Five dazubekommen haben, nachdem sie jetzt bereits mehr Minuten auf dem Feld stand als in der gesamten Hinrunde. „Chance bekommen, Chance genutzt“, sagt ihr Trainer.
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