Rotenburg - Von Phillip KrügerIn Trainingshose, mit der Fußballtasche über der Schulter und oft noch mit einem Schulbuch in der Hand, steht Dominik Reuter am Rotenburger Bahnhof und wartet auf den Zug nach Bremen. Der 16-Jährige schnürt seit dieser Saison die Schuhe für die B-Jugend des TuS Komet Arsten in der Regionalliga.

© Foto: Meyer
Dominik Reuter (vorne) hat sich beim TuS Komet Arsten durchgesetzt. ·
Drei- bis vier Mal pro Woche fährt der gebürtige Rotenburger zum Training nach Bremen und am Wochenende stehen meistens noch Punktspiele an. Doch den hohen Zeitaufwand nimmt er gerne in Kauf. Schule und Fußball bekommt er zur Zeit gut unter einen Hut. „Da ich zur Realschule gehe, ist der Tag nicht so lang und im Zug habe ich auch noch Zeit, um zu lernen“, berichtet der Innenverteidiger.
Seine Anfänge hatte er 2002 beim Rotenburger SV. Dort wurde er unter anderem von Thomas Meyer und Lars Hildebrandt betreut. „Beide waren kompetente Trainer, mit denen ich gut klar kam“, so der Schüler über die Zeit beim RSV, wo er in der C-Jugend zwei Jahre in der Bezirksoberliga spielte. Im Sommer 2010 zog es ihn dann an die Aller zum Landesliga-Team des FC Verden 04. „Die Zeit in Verden war eine Enttäuschung. Der Trainer hat mich nicht wirklich weitergebracht. Er hatte nicht die Fachkompetenz, um eine Landesliga-Mannschaft zu trainieren. Auch die Zusammenarbeit innerhalb des Vereins war eher destruktiv“, schildert er seine Erfahrungen.
Der B-Jugendliche machte in der Tat eine große Entwicklung durch und ist mittlerweile Stamm-Führungsspieler in seinem Team. Auch Kempas bescheinigt ihm Regionalliga-Niveau: „Er kann in dieser Liga mithalten und spielt inzwischen eine tragende Rolle.“ Auch in der nächsten Saison möchte Reuter weiter auf diesem Niveau spielen: „Wenn es von der Entfernung möglich ist, will ich auch in der A-Jugend in der Regionalliga spielen. Aber auch der RSV ist im Sommer eine Option.“
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