Rotenburg - Von Matthias FreeseDer Mann mit der Mütze geht nach Haus! Abdoul Bouba hat am Dienstag überraschend seinen Rücktritt als Co-Trainer des Rotenburger SV verkündet. Als Begründung nannte der 41-Jährige „Kommunikationsprobleme“ mit dem Vorstand des Fußball-Oberligisten.
Nach dem Ausstieg von Jamal Bounoua und der Ernennung von Morad Bounoua zum Cheftrainer sollte Bouba – Markenzeichen: Schiebermütze – weiterhin als Co-Trainer mit gestiegenen Kompetenzen agieren. „Aber das Problem war der Informationsfluss. Ich habe eine Woche gewartet, dass jemand vom Vorstand mit mir spricht. Das ist nicht passiert, deshalb habe ich die Konsequenzen gezogen“, erklärte der in Buchholz lebende Kameruner. Er betonte, sein Rücktritt hinge nicht damit zusammen, dass er nicht zum ersten Mann befördert worden sei: „Nein, und auch mit Morad hat das nichts zu tun.“
Thorsten Bruns, zweiter Vorsitzender des RSV, räumte das Versäumnis der kommunikativen Art ein. Er hatte noch Dienstagabend versucht, den A-Lizenzinhaber zum Umdenken zu bewegen: „Ich habe mich dafür entschuldigt, dass ich einen Fehler gemacht und nicht mit ihm persönlich gesprochen habe. Das war falsch, wenngleich ich die Entscheidung für Morad als Cheftrainer weiter als richtig empfinde.“ Die Ent-
Santl, Ludwig und
Malende als Kandidaten?
schuldigung hat Bouba angenommen: „Thorsten war ehrlich. Wir können uns weiter in die Augen gucken.“ Konsequent blieb er trotzdem – und ist nun offen für andere Clubs.
Auch Morad Bounoua hatte versucht, Bouba vom Bleiben zu überzeugen. „Es tut mir sehr leid. Ich habe lange mit ihm gesprochen, aber wir müssen seine Entscheidung akzeptieren und werden eine andere Lösung finden. Wir schauen jetzt, wer zu mir passt“, meinte der neue Trainer gestern.
Sollte es so kurzfristig zu keinem Ergebnis kommen, könnte sich Bruns Sonntag – wenn die Heimpartie gegen den Lüneburger SK stattfindet – selbst an die Linie stellen. „Für das Spiel wäre es am naheliegendsten – aber es wäre eine einmalige Lösung“, betonte er.
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