Bassener Bezirksliga-Coach wird nach zehn Jahren gebührend verabschiedet

Time to say goodbye, Bauer

Klar, dass sich auch die Mannschaft des TSV Bassen etwas Besonderes für ihren scheidenden Bezirksliga-Coach Marco Holsten einfallen ließ. Mit einem großen Abschiedsbanner präsentierte sich das Team, das seinen Trainer einrahmte (unten, 5.v.l.), den Zuschauern und den Fotografen. J Foto: von Staden

Bassen - Von Frank von Staden. Es war genau 17.42 Uhr, als Bassens Bezirksliga-Coach Marco Holsten am Sonnabend endgültig klar gewesen sein muss, dass für ihn nach zehn Jahren Trainerbühne bei seinem Herzensverein der Vorhang fallen würde. Schon zuvor forderten die Bassener Ultras den Übungsleiter („Wir woll´n den Bauer sehen!“), dann wurde der 51-Jährige unter großem Beifall von seinem Nachfolger Uwe Bischoff in der Saisonsabschlusspartie gegen den TV Stemmen für Yasar Gerken eingewechselt. Das 1:1 (0:0)-Endergebnis war da eher nebensächlich.

Allein die Abschiedszeremonie nach dem Schlusspfiff eines sehr unterhaltsamen Spieles, das der TSV Bassen bis zur 60. Minute klar dominierte und bis zu diesem Zeitpunkt viel höher als nur 1:0 (46.) durch Gerken hätte führen müssen, hatte schon etwas Bewegendes. So ließ Fußball-Boss Adrian Liegmann die abgelaufenen zehn Jahr noch einmal Revue passieren, setzte Holsten mit der viel zu früh verstorbenen Bassen-Legende Harald Gutzeit auf eine Stufe, rief ihn als „Gesicht des Vereins, der Bassener Fußball-Familie“ aus: „Er ist kein Mann der großen Worte, doch er trifft immer den Kern. Bauer, jetzt blutet mir etwas das Herz. Du warst unser Erfolgsgarant der letzten zehn Jahre!“

Klar, dass dann nicht nur der scheidende Coach eine Träne zu verdrücken hatte, als er durch ein Spielerspalier schreiten musste und aus den Lautsprecherboxen „Time to say goodbye“ hallte. Ebenfalls einen Abschiedsstrauß erhielten Hendrik Thiel, Mirko Lüders sowie David Hennig, die allerdings alle Standby-Spieler bleiben.

Die Partie zuvor, sie war eine der besseren Art, obwohl es für beide Teams um nichts mehr ging. Dabei setzten die Platzherren vor allem im ersten Abschnitt den TV Stemmen gehörig unter Druck, vergaßen allerdings das Toreschießen. So hatten es die Gäste einzig und allein ihrem Keeper Timo Jeschke zu verdanken, dass sie nicht mit einem 0:3 oder gar 0:4 in die Pause geschickt wurden. Ob gegen Johannes Diezel (12./41.), Helge Osmers (17.), Kevin Sammann nach Freistoß (19.) oder Daniel Wiechert: Immer bekam der Schlussmann noch die Hand oder das Bein an den Ball. Machtlos war er aber dann Sekunden nach Wiederanpfiff, als er noch gegen Osmers parieren konnte, dann aber Gerkens Nachschuss sein Ziel fand. Doch das war so etwas wie ein Weckruf für die Stemmener, die nun endlich begannen, den Rückrundenprimus (30 Punkte von insgesamt 52) zu fordern. Und konnte Fabian Thiel noch gegen Hannes Bellmann auf der Linie klären (52.), so landete dessen Kopfball nach Illinger-Flanke dann doch im Bassener Gehäuse (70.). „Danach hätten wir sogar noch gewinnen müssen“, dachte da TV-Coach Heiko Schreiber an Martin Illingers Lattenkracher (80.)

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