Achim/Baden enttäuscht auf ganzer Linie beim 21:29

Sommerfeld kauft SG den Schneid ab

Auch Achim/Badens Dennis Summa, der hier von Schwanewedes Torben Pilger (89) angegangen wird, hatte bei der 21:29-Niederlage einen gebrauchten Tag erwischt. J Foto: Hägermann

Achim/Baden - Von Kai Caspers. Schon zur Pause hatte Daniel Sommerfeld etwas entschuldigend die Hände gehoben. „Ich spiele doch schon mit einer Zerrung und bin gesundheitlich angeschlagen. Viel mehr kann ich doch gar nicht machen. Dennoch lasse ich mir das Spiel gegen meinen Ex-Verein natürlich nicht entgehen“, erklärte der Torhüter des Hanball-Oberligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen. Eine Einstellung, die sich Steffen Aevermann, Trainer der SG Achim/Baden, in Anbetracht der ganz schwachen Vorstellung beim verdienten 21:29 (9:14) auch von seinen Spielern gewünscht hätte.

Kein Wunder, dass Aevermann im Anschluss auch erst gar keinen Versuch unternehmen wollte, um irgendetwas zu beschönigen. „Die Einstellung hat heute definitiv den Unterschied ausgemacht. Wir waren vom Kopf nicht frei und haben in allen Mannschaftsteilen versagt. Dabei hat die schwache Offensive die Deckung mit runtergezogen“, ließ der SG-Coach seinem Frust freien Lauf. „Aber vielleicht hat die Niederlage ja auch etwas Gutes, denn die Träumereien, dass wir oben mitspielen können, dürften damit beendet sein.“

Schon in der ersten Halbzeit offenbarten die Gastgeber erhebliche Mängel im Offensivspiel. Neben den zahlreichen Ballverlusten wurde immer wieder zu früh abgeschlossen oder sich in 1:1-Situationen aufgerieben. Daher hatte die HSG-Deckung auch keine großen Probleme. Zudem konnten sich die Gäste auf ihren Torhüter Daniel Sommerfeld verlassen, der dem Aevermann-Team mit etlichen guten Paraden mehr und mehr den Schneid abkaufte. Beim 4:6 (16.) reagierte der SG-Coach zwar mit einer Auszeit, doch besser wurde es danach nicht. Im Gegenteil. Die „Schwäne“ setzten sich bis zum Wechsel deutlich auf 14:9 ab. Aber damit nicht genug. Zu allem Überfluss aus Sicht der SG musste Marvin Pfeiffer nach einer unglücklichen Aktion verletzt vom Parkett. „Ich habe kein gutes Gefühl. Das könnte auch der Meniskus sein“, gab Pfeiffer geknickt zu verstehen.

In der zweiten Hälfte sorgte die HSG mit dem 18:11 (40.) dann frühzeitig für klare Verhältnisse. Dabei hatte vor allem Marc Blum nun mächtig Spaß am Spiel. Immer wieder kam er aus dem linken Rückraum frei zum Wurf und traf nahezu nach Belieben. Doch SG-Trainer Aevermann hielt auch in der Folge an seiner Deckungsform fest. Und da diese alles andere als einen gefestigten Eindruck machte, hatten die Gäste auch keine Mühe den Vorsprung zu verwalten. „Das Spiel gilt es nun so schnell wie möglich aufzuarbeiten“, kündigte Aevermann schon einmal Gesprächsbedarf an.

SG Achim/Baden: Fieritz, von Seelen - Block-Osmers (3), Wolters, Zysk, Podien (3), Jacobsen (2), Summa (5/3), Fastenau (2), Meier (3), Pfeiffer (1), Balke (2), Zschorlich.

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