Langwedeler hört zu seinem 70. als Mitarbeiter dieser Zeitung auf

Seesko: 40 Jahre mit Herzblut dabei

Den Großteil seines Lebens war Dietmar Seesko als Mitarbeiter dieser Zeitung tätig – nach 40 Jahren geht er nun in die „Reporter-Rente.“

Langwedel - Von Jürgen Honebein. „Ich habe in den 80er-Jahren in Etelsen den ersten Flitzer im Kreis Verden gesehen.“ An diese Anekdote und an viele andere mehr erinnert sich Dietmar Seesko zurück. Der Langwedeler feiert am Sonnabend seinen 70. Geburtstag und hört mit Saisonschluss nach 40 Jahren als freier Mitarbeiter dieser Zeitung auf.

Ein Abschied ist immer mit etwas Trauer verbunden. Auch für Seesko, der jedoch die vielen positiven Eindrücke in den Vordergrund stellt: „Es waren 40 abwechslungsreiche Jahre. Ich habe die Arbeit als freier Mitarbeiter immer mit viel Herzblut und Überzeugung gemacht“, versichert er.

Vor allen Dingen werden die Mitarbeiter der Sportredaktion ihren „Didi“ vermissen und die Kreisliga-Fußballer in der kommenden Saison das Kürzel „ds“. „Vieles fällt einem heute doch nicht mehr so leicht wie noch vor einigen Jahren“, muss der rüstige Rentner eingestehen. Dietmar Seesko möchte in Zukunft nur noch Zeit für seine Frau Klärchen, seine beiden 18- und 17-jährigen Enkel Noah und Cedrik, seine Irish Setter Nico und Bonni sowie für seinen geliebten Freizeitsport haben. Er spielt regelmäßig Tennis, fährt viel Fahrrad und ist in einer Seniorengruppe des TSV Daverden aktiv. Langeweile wird es auch in Zukunft nicht geben.

Als 1975 in einer Zeitungsanzeige ein freier Mitarbeiter in der Sportredaktion dieser Zeitung vom damaligen Leiter Heinrich Lübben gesucht wurde, bewarb sich Seesko und wurde prompt genommen. In den 40 Jahren hat er Heinrich Lübben, Heinrich Kracke und Volkmar Koy als seine Chefs erlebt. „Die Arbeit war damals sehr beschwerlich und zeitintensiv. Jeder Artikel wurde mit der Schreibmaschine geschrieben und die Negative der Fotoaufnahmen mussten zum Labor der lokalen Zeitung gebracht werden, wo man dann sehen konnte, ob sie überhaupt brauchbar waren. „Da hat es manchmal auch eine negative Überraschung gegeben“, erinnert sich der Langwedeler zurück.

In den 40 Jahren hat Dietmar Seesko viel erlebt. „Wichtig war mir immer der Kontakt zu den Sportlern. Als Stressausgleich zum Beruf konnte ich mich wunderbar auf dem Sportplatz entspannen“, versichert Seesko. Er war früher selbst aktiv. Neben seinem Beruf als Oberamtsrat mit einer Dienstzeit von 51 Jahren bei der Deutschen Bundesbahn kam auch der Sport nie zu kurz. Er spielte Fußball beim FC Hude, VfB Oldenburg, TSV Völkersen und zuletzt beim FC Langwedel. Als Handballer war er erfolgreich bis zur höchsten Spielklasse. Er spielte auch in der Handball-Nationalmannschaft der Eisenbahner. Sein beeindruckendstes Erlebnis hatte er in dieser Sportart vor rund 50 Jahren in der Freundschaftsbegegnung gegen Dukla Prag mit dem damaligen weltbesten Torhüter Jiri Vicha. „Ich habe gegen ihn drei Tore vom Kreis gemacht“, ist Seesko heute noch stolz.

Jetzt mehr Zeit für Ehefrau und Enkel

Viele Dinge sind ihm aber auch als freier Mitarbeiter dieser Zeitung in Erinnerung geblieben. So nicht nur der erste Flitzer im Kreis Verden, sondern zum Beispiel auch das Abschiedsspiel von Hinrich Haltermann in Ottersberg gegen die Glasgow Rangers vor einer sehr großen Zuschauerkulisse. „Das war ein absolutes Highlight in meiner Berichterstattung.“ Viele schöne Erlebnisse hatte Dietmar Seesko auch im Orga-Team von Sport & Schau. „Ich habe in den Jahren etliche prominente Sportler kennen und schätzen gelernt“, erinnert er sich gern an diese Zeit zurück. Stolz ist der Jubilar auf sein Archiv von Sportbildern. „Im Laufe der letzten 40 Jahre habe ich rund 10.000 Sportbilder gesammelt, sei es von Sport & Schau, der Fußball-Kreisliga, dem KSB oder dem NFV. Da sind sicher einige Schätze und Sportgrößen aus dem Kreis dabei“, ist das heutige Geburtstagskind überzeugt.

In den vergangenen Jahren hat sich Seesko hauptsächlich auf die Berichterstattung in der Fußball-Kreisliga konzentriert. Dort hat er das „Spiel der Woche“ ins Leben gerufen, das er nach Möglichkeit immer mit einer Kamera bewaffnet besuchte. „So war er meist bei einer Partie pro Spieltag vor Ort. Die anderen Spielberichte hat er später per Telefon abgerufen. „Das hat meistens gut geklappt, auch wenn ich manchmal sitzen gelassen wurde. Es ist ärgerlich, wenn man etwas mit den Ansprechpartnern der Vereine abgesprochen hat und dann von diesen die vereinbarte Zeit nicht eingehalten wird. Das bringt Stress, aber es war die Ausnahme“, weiß Seesko zu erzählen.

Zukünftig hat Dietmar Seesko auch sonntags mehr Zeit und kann den Feiertag ganz anders gestalten. Vielleicht besucht er einmal Handballspiele seines Enkels Noah bei der SG Bremen-Hastedt oder aber Fußballspiele seines anderen Enkels Cedrik beim TSV Etelsen oder aber er ist nur für seine Frau Klärchen da, mit der er kurz vor der Goldenen Hochzeit steht. Es wird sicher auch zukünftig keine Langeweile im Leben des Dietmar S. geben.

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