1:3 – TBU-Coach Muzzicato trotz des Scheiterns im NFV-Pokal nicht unzufrieden

„Schritt in richtige Richtung“

In vielen Szenen hat Uphusens „Jo“ Ibelherr Lüneburgs George Kelbel im Griff – dennoch durfte der Stürmer dreimal jubeln. - Foto: vst

Uphusen  - Von Frank von Staden. Ein dickes Ausrufezeichen setzte am Sonntagnachmittag der in den Vorbereitungsspielen bisher so strauchelnde Fussball-Oberligist TB Uphusen. Zwar unterlagen die Blau-Weißen in der ersten Runde des Niedersachsenpokals dem Regionalligisten Lüneburger SK Hansa mit 1:3 (0:0), lieferten aber trotz arger personeller Sorgen eine absolut vorzeigbare Leistung ab und waren dem Favoriten bis in die Schlussphase absolut ebenbürtig.

Klar, dass die Hausherren nach dem Abpfiff allesamt enttäuscht auf das satte Grün am Arenkamp sanken. Ihrem Coach Benedetto Muzzicato indes flog ein leichtes Grinsen übers Gesicht: „Nach den katastrophalen Vorstellungen bisher war das ein Schritt in die richtige Richtung. Wir hatten viele Spielanteile und gute Chancen, um hier als Sieger vom Platz zu gehen. Klar war die Niederlage unglücklich. Doch vielleicht ist es auch besser so für uns. So können wir uns jetzt voll auf die Liga konzentrieren. Ganz wichtig war, dass meine Mannschaft Charakter bewiesen hat. Ich bin trotz des 1:3 stolz auf das Team. Aber diese Leistung hat mich nicht wirklich überrascht, weil die Jungs hart arbeiten!“

Und die waren von Beginn an hellwach, standen in der Defensive bis auf ganz wenige Ausnahmen sicher und verrichteten trotz tropischer Temperaturen enorm viel Laufarbeit. Muzzicato verordnete seinen „Blaumännern“ in allen Bereichen das Steineklopfen. Dass sie bis kurz vor dem Abpfiff durchhielten und auch für den Nebenspieler den Hammer schwangen, wenn der einmal ausgespielt war, spricht dafür, dass da ein eingeschworener Haufen zusammenwachsen kann.

Nachdem sich beide Teams im ersten Abschnitt eher studierten, waren echte Torchancen Mangelware. Die besten boten sich auf Uphuser Seite den schnellen Obed Scholl-Amoah (4.), nach Ibelherr-Sense am Ball vorbei verzog Lüneburgs Isitan hauchzart aus fünf Metern (35.).

So mussten dann zwei Standars herhalten, um etwas mehr Leben in die Bude zu bringen. Erst traf George Kelbel nach Freistoß per Kopf trotz Bedrängnis (47.), dann wuchtete der unermüdliche Benjamin Ciosanki, am Sonntag einzige Sturmspitze in der Uphuser Elf, das Leder per Freistoß zum 1:1 in die Maschen (57.). Als dann Mateusz Peek per Kopf und wenig später erneut Ciosanski (75.) beste Möglichkeiten liegen ließen und auch der eingewechselte Ayoub Rochd mit einem Distanzhammer am LSK-Keeper scheiterte (84.), bestrafte das der Viertligist. Zweimal ließ dabei Lüneburgs Stürmer George Kelbel Uphusens Ersatzkeeper Lucas Feldmann, der erst am Samstagabend von seinem Einsatz erfuhr, da sich Yasin Jasharin im Abschlusstraining verletzte, das Sportgerät noch aus dem Netz holen. „Schade. Wären wir in Führung gegangen, dann hätten wir die Konter setzen können. Aber das ist schon alles okay so“, nickte Muzzicato ab.

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