0:1 – Landesligist TSV Etelsen verliert gegen Rotenburg

Oberbörsch spricht von Naivität

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Auch Etelsens Pascal Kubiak (am Ball), der sich hier Rotenburgs Abwehr-Chef Christoph Drewes gegenüber sieht, fand nur selten eine Lücke in der gut sortierten RSV-Defensive. Dennoch hätte er mit einem tollen Solo fast die Führung eingeleitet.

Etelsen - Von Kai Caspers. Für Bernd Oberbörsch hätte die Partie gegen den Rotenburger SV eigentlich keinen Sieger verdient gehabt. Doch letztlich musste er sich Freitagabend mit dem TSV Etelsen im Nachholspiel der Fußball-Landesliga dann doch mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. „Aber nicht weil wir die schlechtere Mannschaft waren. Nein, wir waren nur das naivere Team“, ärgerte sich der Trainer der Schlosspark-Kicker über die für ihn überflüssige Niederlage.

Für das Tor des Tages zugunsten des RSV zeichnete Patrick Peter in der 64. Minute verantwortlich. Zuvor hatten die Etelser den Ball völlig unnötig in der Vorwärtsbewegung verloren. Diesen Fehler nutzte Tim Ebersbach mit einem Pass genau in die Schnittstelle der aufgerückten Defensive der Gastgeber und Patrick Peter ließ Etelsens Keeper Daniel Büchau keine Abwehrmöglichkeit. Dass dieser Treffer genau zum richtigen Zeitpunkt kam, wollte RSV-Trainer Jan Fitschen nicht bestreiten. „Natürlich hatte Etelsen in dieser Phase etwas mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen. Aber Tore fallen ja immer zum richtigen Zeitpunkt“, gab er mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht zu verstehen. Nur zwei Minuten vorher hatte der eingewechselte Mirko Radtke mit seiner ersten Ballberührung nach einem tollen Solo von Pascal Kubiak noch die Führung für die Etelser auf dem Fuß gehabt. Doch sein Schuss strich nur um wenige Zentimeter am RSV-Kasten von Henner Lohmann vorbei.

In der Folge war die Oberbörsch-Elf zwar sichtlich bemüht, doch richtig gefährlich wurde es für die Gäste nicht mehr. „Wir haben viel zu oft mit langen Bällen operiert. Und die dann auch noch auf Kato Tavan gespielt, anstatt auf die kopfballstarken Spieler Bastian Reiners und Mario Gloger“, vermochte Etelsens Trainer dafür nur wenig Verständnis aufbringen. „Außerdem ist die Brechstange ohnehin nicht unser Freund.“ Und tatsächlich: Von Christoph Drewes gut organisiert hatte die RSV-Hintermannschaft in der Folge keine Probleme den Erfolg über die Zeit zu bringen, zumal sich die Gastgeber bei den wenigen Möglichkeiten dann auch viel zu eigensinnig präsentierten. Für Rotenburgs Trainer Jan Fitschen nur die logische Konsequenz. „Wir haben hinten gut gestanden und vor allen Dingen sehr diszipliniert gespielt. Und das einen Tag nach Himmelfahrt. Das ist nicht selbstverständlich, wenn es um nichts mehr geht. Daher bin ich auch sehr zufrieden, auch wenn wir unsere Konter etwas besser hätten spielen müssen.“

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