Langwedeler enttäuschen beim 1:2 gegen VSK

Nelle: „Der Kopf war nicht da“

Hier mal Zweikampfsieger: Steven Throl (r.) setzte sich gegen Felix Gartelmann durch. Letztlich unterlag der FSV Langwedel-Völkersen dem VSK Osterholz nach indiskutabler Leistung 1:2. J Foto: Bogner

Langwedel - Von Ulf von der Eltz. Nicht nur die zwischenzeitlichen Regengüsse verhagelten den Fans des FSV Langwedel-Völkersen die Laune – mit einer indiskutablen Leistung machte die Nelle-Elf den trüben Sonntagnachmittag perfekt: Durch die 1:2 (1:2)-Heimpleite gegen den VSK Osterholz rutschte sie ins Mittelfeld der Bezirksliga-Tabelle ab. „Insgesamt waren alle, auch die Führungskräfte, mit dem Kopf nicht beim Fußballspielen, sondern haben sich zu sehr mit den Schiedsrichter-Entscheidungen beschäftigt“, bemängelte Coach Benjamin Nelle die Einstellung.

Dabei verschliefen die Schwarz-Roten die Anfangsphase komplett, lagen bereits nach 17 Minuten 0:2 hinten. Erst sorgte Dennis Knecht mit einem feinen Schlenzer über Keeper Olaf Nientkewitz hinweg zum 0:1 (4.) für die kalte Dusche. Einen Konter vollendete Evangelos Liouras dann mit dem 0:2, als er schneller war als Jari Egbers und flach einschoss (17.).

Davon erholten sich die Langwedeler während der gesamten Partie nicht. Gegen die dicht gestaffelte VSK-Abwehr ließen die Platzherren die nötigen Ideen vermissen, in Sachen schnelle Spielzüge über Außen blieb es bei untauglichen Versuchen. So ergaben sich Torchancen durch Zufall oder nach Standards. Frederik Bormann setzte einen Hinterhaltsschuss knapp drüber (23.). Etwas überraschend fiel dann doch der Anschluss: Daniel Throl zirkelte einen Freistoß flach um die falsch postierte Mauer zum 1:2 in die Maschen (33.).

Richtigen Auftrieb gab aber auch das nicht. Die Osterholzer wirkten bissiger und mit ihren Kontern gefährlicher als der FSV. Sehr zur Freude von Torsten Just, der letztjährige Coach des TSV Ottersberg stellte fest: „Wir hatten richtig Bammel, weil wir nur einen Wechselspieler hatten, nachdem sich in Marius Bosse ein weiterer Leistungsträger beim Warmmachen verletzt hatte. Da spielte uns die frühe Führung natürlich in die Karten. In der Folge kontrollierten wir Langwedel, das nur nach Freistößen etwas für Unruhe bei uns sorgte.“ Gegenüber Nelle konstatierte angesichts der bissigen Zweikampf-Führung der Gäste: „Davon haben wir uns einschüchtern lassen. Es war klar, wie Osterholz spielt, aber wenn man nur die Dislussion mit dem Schiri sucht, kann man nicht bestehen. Wir haben das Konzept verloren.“

Wobei die Heimelf in der zweiten Halbzeit zweimal den Torschrei auf den Lippen hatte: Erst traf Emrah Tavan aus zwölf Metern den Pfosten (66.), fünf Minuten später setzte Daniel Throl einen Freistoß ans Aluminium. Die letzte Chance auf ein Remis vergab Steven Throl, der einen Freistoß von Emrah Tavan weit über den Kasten köpfte (88.). So blieb es nach zerfahrener Partie für Mannschaft und Fans ein gebrauchter Sonntag.

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