Nelle: „Eine bärenstarke Leistung“

Louis Gehrke sorgt früh für klare Verhältnisse – FSV 3:0

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Von den Bremervördern kaum zu halten: Daniel Throl (r.) spielte auch hier gegen Martin Behrendt seine Schnelligkeit aus. Beim Langwedels 3:0 legte der Außenbahnspieler das 1:0 auf. 

Langwedel - Von Ulf von der Eltz. Direkter Abstieg fast unmöglich – selbst vorm Relegationsplatz jetzt drei Punkte Vorsprung: Im direkten Duell stieß Fußball-Bezirksligist FSV Langwedel-Völkersen den Bremervörder SC am Sonntag durch einen verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg auf den 13. Rang, der noch den Klassenerhalt in Extraspielen bringen kann. Trainer Benjamin Nelle trat trotz überzeugender Vorstellung rasch auf die Euphoriebremse: „Wir dürfen uns nicht schon in Sicherheit wähnen, brauchen noch vier Zähler für völlige Klarheit.“

Die sollten in der Verfassung von Sonntag nicht lange auf sich warten lassen. Konzentriert bestimmten die Gastgeber von Beginn an das Geschehen, ließen jedoch zunächst die genauen Pässen vermissen. Angriffe über Außen verpufften, weil die Bälle vorm Tor keine Abnehmer fanden. Das änderte sich nach rund einer Viertelstunde – und es ergaben sich erste Chancen: Frederik Bormann setzte Marvin Wasmuth in Szene, der Stürmer brachte die Kugel auch an Keeper Tomas Pipiska vorbei. Allerdings mit zu wenig Druck, so dass ein Verteidiger noch locker klären konnte (18.). Aber es war das Signal: Daniel Throls Freistoß aud 20 Metern krachte ans Lattenkreuz (34.). Auf der Gegenseite hatte die Nelle-Elf indes Glück, als Lukas-Oliver Weihe freistehend neben den Kasten köpfte (37.). Mehr Gefahr brachte Bremervörde bis zur Pause nicht mehr zustande.

Psychologischer Vorteil für den FSV zudem: In der Nachspielzeit legte Wasmuth geschickt Throl in den Lauf, der Außenbahn-Spezialist zeigte Andre Kuerschner die Hacken und schob flach zum 1:0 ein (45.+2). Nur 60 Sekunden später traf Piet Niemann nach langem Pass nur das Außennetz. In Hälfte zwei vergab Wasmuth gegen Pipiska die Erhöhung (52.), dann war Fortuna mit den Schwarz-Roten im Bunde: Fin Karallus ließ Niemann stehen, scheiterte mit seinem Schrägschuss aber an Keeper Moritz Nientkewitz, der auch Grafs Nachchuss aus 19 Metern aus dem Winkel holte – Karallus drosch die Kugel dann über den Kasten (56.). Langwedel zitterte nur kurz, schon im Gegenzug sorgte Louis Gehrke für klare Verhältnisse: Aus spitzem Winkel besorgte der Sechser das 2:0 (57.) – Bremervörde war der Zahn gezogen.

Die läuferisch starken Platzherren vergaben in der Folge weitere gute Chancen – Nelle: „Der einzige Vorwurf, aber beim Sieg nicht so schlimm.“ Bis drei Minuten vor Schluss Niklas Tiedemann nach Throl-Vorlage mit dem 3:0 den Deckel drauf machte. Nelle überschwänglich: „Eine bärenstarke Leistung vom ganzen Team. Wir haben unsere Vorteile über die Außen genutzt, viele zweite Bälle gewonnen und hinten nichts zugelassen.“ In dieser Form kann der FSV wohl weiter für die Bezirksliga planen.

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