HSG-Vorstand zieht frühzeitig die Reißleine

Linnemann raus – Lütje übernimmt Verden-Aller

In der Vorbereitung noch vereint, hat Trainer Boris Linnemann (links) bei den Damen der HSG Verden-Aller keine Zukunft mehr und muss vorzeitig gehen. Für ihn übernimmt Timo Lütje. - Foto: Lakemann

Verden - Von Björn Lakemann. Auf einmal ging es dann ganz fix. Nach nur einem Spieltag musste Trainer Boris Linnemann bei den Damen der HSG Verden-Aller vorzeitig seinen Hut nehmen. Nach Gesprächen zwischen Vorstand und Mannschaft wurde schnell deutlich, dass eine weitere Zusammenarbeit keine Zukunft mehr hat. Ein Nachfolger für Linnemann, der damit schon zum zweiten Mal bei der HSG geschasst wurde, ist bereits gefunden. Ab sofort übernimmt Timo Lütje das Team aus der Handball-Landesklasse.

„Die Mannschaft hat sich einstimmig gegen Boris ausgesprochen. Die Kommunikation stimmte einfach nicht. Daher waren wir dazu gezwungen die Reißleine zu ziehen“, erklärt Lütje. „Die Trennung ist aber völlig sauber verlaufen.“ Um die Vakanz auf der Kommandobrücke so schnell wie möglich zu schließen, ist der HSG-Vorstand dann an Lütje herangetreten. Und der Verdener stellt sich der Verantwortung und übernimmt das Team zunächst einmal bis zum Saisonende. Dabei hat der 42-Jährige, der auch für die zweite Damen verantwortlich ist, klare Ziele: „Für beide Teams, die schon sehr vernetzt sind, genießt der Klassenerhalt oberste Priorität. Dieser Aufgabe stelle ich mich, auch wenn das alles andere als einfach wird.“

Lütjes Debüt in der Landesklasse trug jedoch schon die ersten Früchte, denn in Delmenhorst gelang der erste Saisonsieg. Lütje: „Ich habe versucht dem Team frischen Wind einzuhauchen. Wegen der Ausfälle habe ich drei Akteure aus der Reserve ins Rennen geworfen und die Deckung auf 6:0 umgestellt. Das hat scheinbar funktioniert.“

Für Lütjes bescheidene Saisonprognose für beide Mannschaften gibt es gute Gründe. Merle Lühmann steht wegen ihrer Schwangerschaft bis auf weiteres nicht zur Verfügung, Jana Sell ist verletzt und Nadine Schröder ist vier Wochen im Urlaub. Darüber hinaus kann der HSG-Trainer nur noch drei Spiele auf Lotta Bunte zurückgreifen, da diese zwei Jahre ins Ausland geht. „Das sind natürlich alles andere als optimale Bedingungen. Aber ich bin ganz zuversichtlich, dass wir dafür entsprechende Lösungen finden. Schließlich bin ich ja schon lange genug im Geschäft“, wirft Timo Lütje die Flinte nach 26 Jahren als Damentrainer nicht so schnell ins Korn.

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