Etelser erleidet Schädel-Hirn-Trauma gegen Cuxhaven

1:3 – und Kato Tavan verloren

Hier behauptet Kato Tavan (links) noch den Ball gegen seinen Gegenspieler aus Cuxhaven. In der zweiten Hälfte musste der Etelser dann vorzeitig verletzt vom Platz und ins Krankenhaus. J Foto: häg

Etelsen - Diese Begegnung werden die Spieler des Fußball-Landesligisten TSV Etelsen so schnell sicher nicht vergessen. Dabei war das 1:3 (0:1) gegen Eintracht Cuxhaven noch das geringste Übel, geriet die Niederlage in Anbetracht der Begleitumstände eher zur Nebensächlichkeit. Verantwortlich dafür war die schwere Verletzung von Kato Tavan, der nach einem heftigen Ellenbogencheck (72.) mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Die Partie wurde daraufhin für gut 25 Minuten unterbrochen. „Das war schon heftig. Kato war zwar bei Bewusstsein, doch er konnte nicht sprechen. Da rückt der Fußball dann mal ganz schnell in den Hintergrund“, gab Bernd Oberbörsch einen Tag danach aber schon leichte Entwarnung. „Kato liegt zwar noch im Krankenhaus, doch es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Mal gucken, ob er diese Saison noch mal für uns auflaufen kann.“

Die Szene in der 72. Minute – sie brachte für Oberbörsch das Fass dann aber zum Überlaufen. „Schon in der ersten Hälfte hat es drei Situationen gegeben, die eine klare Tätlichkeit waren und nicht gepfiffen wurden. Aber nach der Aktion an Kato die Partie mit einem Einwurf für uns fortzusetzen – das war eine Frechheit. Denn das war eindeutig dunkelrot“, ließ Etelsens Trainer kein gutes Haar an Schiedsrichter Felix Bahr. Zumal der Unparteiische aus Sicht der Gastgeber unmittelbar nach dem Wechsel auch schon falsch gelegen hatte. Zwar zeigte er nach einem Foul des Cuxhavener Torhüters auf den Punkt, doch damit gab sich Oberbörsch nicht zufrieden: „Ein konsequenter Schiedsrichter stellt den Keeper in dieser Szene mit Rot vom Platz.“ Zu allem Überfluss wurde die Eintracht für diese Entscheidung auch noch belohnt, denn Keeper Dennis Glüsing parierte den schwach geschossenen Strafstoß (47.) von Matthias Märtens und verhinderte damit den frühen Ausgleich.

Neben diesen ganzen widrigen Umständen wurde aber auch Fußball gespielt. Dabei hatten die Gastgeber ganz ordentlich in die Partie gefunden. „Nach gut 20 Minuten haben wir uns von den tief stehenden Gästen aber einlullen lassen und einfach nicht den richtigen Türöffner gefunden“, bemängelte Oberbörsch. In der 31. Minute gingen die Gäste aus heiterem Himmel in Führung, als Rohwedder nach einem Ballverlust der Etelser in der Vorwärtsbewegung zur Stelle war – 0:1. „In der Kabine habe ich dann richtig Tacheles geredet. Und das war dann auch deutlich zu sehen in der zweiten Hälfte“, war Oberbörsch voll des Lobes für den Auftritt seines Teams. Auch nach dem verschossenen Strafstoß von Märtens gingen die Köpfe der Etelser nicht nach unten. Im Gegenteil: Angriff um Angriff rollte auf das Tor der Eintracht. In der 55. Minute erzielte Micha Langreder den hoch verdienten und überfälligen 1:1-Ausgleich. „Was wir danach aber an Chancen vergeben haben – das war nicht mehr feierlich. Selbst aus kürzester Distanz wollte der Ball nicht ins Tor. Cuxhaven hätte sich über fünf Gegentore definitiv nicht beschweren dürfen. Aber irgendwie stehen wir uns derzeit dann doch immer wieder selbst im Weg“, haderte Oberbörsch nach dem fahrlässigen Chancenwucher seiner Elf. Mit der Verletzung von Tavan kam es jedoch zum Bruch, hatten die Etelser kurzfristig sogar mit dem Gedanken gespielt den Platz zu verlassen. „Aber das ging ja auch nicht. Das wir dann aber in der Nachspielzeit noch einen unberechtigten Strafstoß gegen uns bekommen, hat dem Ganzen dann endgültig die Krone aufgesetzt“, verwies der Etelser Trainer auf das 1:2 (90.+12) durch Sander. Zu allem Überfluss vergaben Thomas Schuldeis und Yannick Funck den möglichen Ausgleich, ehe Helgason mit dem 1:3 (90.+20) für den Endstand sorgte.

Schon am heutigen Sonnabend (16 Uhr) sind die Etelser wieder gefordert. Ohne Reiners, Märtens und Altevoigt sowie dem verletzten Tavan erwarten die Schlosspark-Kicker den TuS Harsefeld. Oberbörsch: „Langsam sollten wir dann mal wieder punkten.“ 

kc

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