Büchau-Patzer leitet Etelsens Niederlage gegen Uelzen ein

Eine unsanfte Landung – 0:3

Wird hier von Uelzens Kapitän Evgenij Krasnikov unsanft gestoppt: Etelsens Mittelfeldspieler Micha Langreder. Am Ende setzte es für die Schlosspark-Kicker beim 0:3 gegen den Oberliga-Absteiger die erste Saisonniederlage. J Foto: Hägermann

Etelsen - Von Kai Caspers. Schon vor dem Anpfiff gegen den SV Teutonia Uelzen hatte Nils Goerdel kein gutes Gefühl. Letztlich sollte der Team-Manager des Fußball-Landesligisten TSV Etelsen auch bestätigt werden, denn am Ende jubelten nur die Gäste nach dem verdienten 3:0 (2:0)-Erfolg beim bis dato noch verlustpunktfreien Tabellenführer.

„Es war klar, dass es uns irgendwann auch mal erwischen wird. Trotz der Niederlage bin ich aber gar nicht so unzufrieden. Schließlich haben wir gegen einen taktisch sehr disziplinierten Gegner immer wieder Lösungen gefunden. Auch wenn es dabei im Abschluss doch erheblich gehapert hat“, hielt sich die Kritik bei Etelsens Trainer Dennis Offermann noch in Grenzen. „Letztlich müssen wir uns ohnehin an die eigene Nase fassen, da allen drei Gegentoren individuelle Fehler vorausgegangen sind.“

Auch wenn die Gastgeber in personeller Hinsicht zu einigen Umstellungen gezwungen waren, erspielten sie sich ein leichtes optisches Übergewicht gegen den Oberliga-Absteiger. Allerdings wussten die Schlosspark-Kicker daraus kein Kapital zu schlagen. Zunächst strich ein Abpraller von Kato Tavan, der zuvor von Nils Brüggemann angeschossen wurde, knapp am SV-Tor (11.) vorbei. Pech hatte indes Bastian Reiners, dessen Schuss (16.) am Pfosten landete. Aber auch Uelzen blieb mit seinen schnellen Spielern immer gefährlich und hätte in der 19. Minute in Führung gehen müssen. Doch der augerückte Abwehrchef Evgenij Krasnikov brachte das Kunststück fertig, den Ball neben das leere Tor zu köpfen. In der 22. Minute war es dann aber soweit. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte patzte Etelsens Keeper Daniel Büchau und Gregor Trowitzsch traf zum 0:1. Der nächste Patzer in der 35. Minute, als Pascal Kubiak in der Vorwärtsbewegung im Zentrum den Ball verlor und Malte Bertram nicht mehr zu stoppen war – 0:2. Noch vor der Pause hätten Nicolai Gräpler, Simon Gloger und Pascal Kubiak verkürzen können, zögerten jedoch entweder zu lange mit dem Abschluss oder fanden ihren Meister im SV-Keeper Venancio. Szenen, die bezeichnend waren für das Etelser Spiel an dem Tag. 

Vermutlich hätten die Gastgeber noch drei Tage weiterspielen können – einen Treffer hätten sie vermutlich nicht erzielt. Dafür fehlte es in den Offensivbemühungen einfach an der nötigen Klarheit. Zu allem Überfluss leitete der laut Offermann überzeugende Christopher Petzold mit einem zu kurz geratenen Rückpass auf Daniel Büchau noch das entscheidende Tor zum 0:3-Endstand (83.) durch Trowitzsch ein.

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