Fußballer des TSV Uesen verpassen durch ein 0:1 gegen Bremervörder SC Aufstieg

Blasy-Elf findet den Schlüssel zum Bezirksliga-Tor nicht

Wille, Kampf- und Laufbereitschaft – wie hier bei Kapitän Sascha Kohler – war dem TSV Uesen wahrlich nicht abzusprechen, doch wählten sie zu oft die falschen Mittel. - Fotos (2): von Staden

Seebergen - Von Frank von Staden. Sie suchten krampfhaft nach dem richtigen Schlüssel, der ihnen das Tor zur Bezirksliga öffnen sollte. Doch am Ende fanden ihn die Kreisliga-Fußballer des TSV Uesen im finalen Relegationsspiel gegen den Bezirksligisten Bremervörder SC nicht, verloren hauchzart mit 0:1 (0:1) und mussten schließlich mit hängenden Köpfen zuschauen, wie die BSC-Akteure ausgelassen mit ihrem Anhang den Klassenverbleib auf der Seeberger Sportanlage feiern konnten.

Nach dem Abpfiff zeigten sich die Rot-Weißen als faire Verlierer, suchten die Schuld für diese völlig unnötige Niederlage einzig und allein bei sich. So deckte Bastian Aucamp sofort die gemachten Fehler schonungslos auf: „Wir haben uns überhaupt nicht an die vorgegebene Marschroute gehalten, haben den Ball immer wieder hoch hinein gespielt. Das kann man vielleicht in der Kreisliga so machen, aber nicht gegen einen Bezirksligisten, der hinten nur großgewachsene und routinierte Spieler hat.

Wieder brennt es im Bremervörder Strafraum lichterloh, doch mit hohen Bällen war dem Bezirksligisten im Relegationsspiel nicht beizukommen. In dieser Szene kann Mike Ziehm gegen Uesens Denis Schymiczek (9), Luca Becker (Mitte) und David Schymiczek (7) klären.

Nein, das haben wir heute schlecht gemacht und es deshalb auch nicht verdient, den Platz als Sieger zu verlassen!“ Auch Uesens Coach Stefan Blasy, der nach dem vorangegangenen 4:0 gegen Buschhausen eine Woche zuvor noch voll des Lobes war, gab schnell zu verstehen, dass er mit vielen Dingen seines Teams nicht einverstanden war: „Je länger das Spiel dauerte, desto größer wurde der Ködel bei uns in der Hose. Am Ende wurden wir immer planloser in unseren Aktionen, obwohl wir die spielerisch bessere Anlage als der Gegner hatten! Das 1:0 aber hat Bremervörde voll in die Karten gespielt. Von da an haben sie nur zerstört und auf Konter gelauert, das aber einige Male gut gemacht. Letztlich fehlte uns die Cleverness, um ins Spiel zurückzufinden.“

Und Denis Schymiczek war überzeugt, „dass wir das Ding hätten drehen können, wenn wir im ersten Abschnitt nur eine unserer klaren Chancen genutzt hätten.“ Er allein hatte deren zwei, scheiterte aber an Ziehmers Bein (12.) aus acht und per Kopf nach feiner Schlegel-Flanke aus fünf Metern (44.). Auch Sebastian Wesseler per Kopf und im Nachsetzen David Schymiczek (18.) machten es nicht besser. Ihre Versuche wurden auf der Linie geklärt.

Da der TSV im zweiten Durchgang nur noch Stückwerk ablieferte und der BSC bei vielen langen Bällen leichtes Spiel hatte, entschied schließlich der Treffer durch Andre Kuerschner aus der siebten Minute die Partie. Dabei hatte die gesamte Ueser Deckung plus Keeper Nils Kutsch einen Auswärtstermin, war völlig abwesend.

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