2. Dan-Prüfung vor Großmeister Kato Sadashige

Achimer Dennis Albrecht erhält den Ritterschlag

Aus den Händen von Großmeister Kato Sadashige erhält der Achimer Karatemeister Dennis Albrecht seine Auszeichnung.

Achim - Es gibt insgesamt zehn schwarze Gürtel im Karate die sich allerdings im optischen nicht unterscheiden. Nach fast 15 Jahren als Shodan (1. Dan / 1. Schwarzgurt) legte der Achimer Karatelehrer Dennis Albrecht nun seinen Nidan (2. Dan) bei dem japanischen Karategroßmeister Kato Sadashige (9. Dan) ab. Ein harter Weg, denn Sensei Kato ist ein weltweit hoch angesehener Karatemeister und gilt in der Karateszene als einer der härtesten Prüfer und Karatemeister der Welt.

„Ich habe viele Jahre meine ganze Kraft in meine Schüler gesteckt und mich selbst dabei ein wenig vergessen. Mir waren Gürtelgrade auch nie so wichtig. Für mich stand außerdem fest, mich nur von einem Japaner prüfen zu lassen. Dann traf ich vor gut drei Jahren Sensei Kato Sadashige und seinen Schüler Roman Wehmann. Ein völlig neuer Karateweg eröffnete sich für mich.

Technisch wie menschlich ist er ein echtes Vorbild für mich. Wer sich mit fast 73 Jahren noch so bewegen kann hat meinen höchsten Respekt. Als Cheftrainer einer Karateschule und eines Karatevereins war mein 1. Dan nicht wirklich repräsentativ, denn er spiegelt meine fast 35-jährige Karatepraxis nicht wieder“, erklärt Dennis Albrecht, warum er erst so spät seinen 2. dan anstrebte.

Albrecht bereitete sich mehrere Monate sehr intensiv auf diese Prüfung vor, denn er wußte, dass diese Herausforderung kein Zuckerschlecken werden würde. „Ich habe mich zusammen mit meinen Schülern auf die Prüfung vorbereitet. Mir war wichtig, dass meine Schüler sehen wie intensiv man sich auf so eine Prüfung vorbereiten muss.“

Gestartet wurde die Prüfung dann allerdings während eines Seminars mit dem Durchführen von Techniken, die in komplizierten Kombinationen ausgeführt werden mussten. Kein Prüfling wusste vorab, was der Großmeister würde sehen wollen – und dass er sich bereits in der Prüfung befand!

„Das ist sehr unüblich, denn normal gibt es feste Prüfungsprogramme, mit denen sich die Prüflinge vorbereiten können. Sensei Kato erwartet hier allerdings Flexibilität“, so Albrecht. Danach ging es ohne Pause zum Vorführen von mehreren Kata. Dann kam es zum Höhepunkt, dem „Kumite“, der Zweikampf zwischen zwei Karateka. Hierbei waren dem Prüfer absolute Kontrolle und Disztanzgefühl wichtig.

Am zweiten Tag mussten die Prüflinge dem Großmeister die Anwendungen ihrer Kata erklären. Diese wurden dann mit Ideen von Sensei Kato ergänzt. Danach ging es wieder weiter mit allen anderen Karateka mit dem Seminar. Nach weiteren drei Stunden erfuhr Albrecht dann, dass das gesamte Seminar bereits teil der Prüfung war. Nun war es soweit, vor allen Seminarteilnehmern wurden er und ein weiterer Prüfling mit wunderschönen Urkunden geehrt.

Aufgrund der herausragenden Leistungen erhielt Albrecht neben seinem 2. Dan zusätzlich eine Prüferlizenz und eine Instruktorlizenz im IJKA. Letzteres war eine große Überraschung, denn eine Instruktorlizenz von einem japanischen Großmeister wie Kato Sadashige kommt einem Ritterschlag gleich und ist eine große Ehre. Nun darf der Achimer offiziell Seminare im Namen des international aufgestellten Verbandes IJKA und Sensei Kato ausrichten.

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