Rotenburgs Handballer werfen im Pokal Bremervörde raus

Zehn schwache Minuten kosten Finalsieg

Lukas Misere steigt hoch: Im Halbfinale gegen Bremervörde war der Rotenburger mit acht Toren bester Werfer. - Foto: Woelki

Rotenburg - Die gastgebenden Verbandsliga-Handballer des TuS Rotenburg sind in der zweiten Runde des von vielen Spielern und Trainern nicht gerade geliebten HVN-Pokals ausgeschieden. Nach dem 22:16 (13:7)-Halbfinalsieg gegen den Oberligisten TSV Bremervörde wurde das Endspiel gegen den VfL Fredenbeck II, der ebenfalls in der Oberliga zu Hause ist, mit 14:18 (10:7) verloren.

Der VfL Fredenbeck II hatte das Endspiel durch einen 27:20-Halbfinalsieg gegen den Verbandsliga-Neuling TSV Daverden erreicht. Nach einer Spielpause von fast zweieinhalb Stunden musste Rotenburg dann im Endspiel gegen Fredenbeck II antreten. In der ersten Halbzeit des über zwei Mal 25 Minuten führenden Spiels hatte der Gastgeber alles im Griff und lag zur Pause verdient mit 10:7 vorne. 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Rotenburgs Coach Nils Muche aber sehr viel, wodurch die Mannschaft etwas aus dem Rhythmus kam. Der Oberliga-Elfte aus Fredenbeck nutzte das, übernahm die Führung und siegte am Ende mit 18:14. „Zehn schwache Minuten nach der Pause haben uns den Erfolg gekostet. Nur vier Tore in einer Halbzeit sind zu wenig, um einen Oberligisten zu schlagen“, stellte der Rotenburger Coach fest, war aber keinesfalls enttäuscht. 

Keiner aus dem Lager des Verbandsligatabellenführers nahm das Pokal-Aus besonders tragisch, kann die Mannschaft sich jetzt doch ganz auf die Punktspiele konzentrieren. Bester Rotenburger Torschütze im torarmen und spielerisch schwachen Finale war mit vier Treffern der junge Jens Behrens.

Zuvor hatte Rotenburg im Halbfinale gegen den Oberliga-Zwölften TSV Bremervörde, der lediglich mit neun Spielern angereist war, eine Durchschnittsleistung gereicht, um ins Finale einzuziehen. Rotenburg führte zur Pause durch drei Treffer in Folge mit 13:7. Bei den Gastgebern wurden die angeschlagenen Christian Hausdorf und Torhüter Yannick Kelm geschont.

In der zweiten Halbzeit geriet der Rotenburger Sieg nicht mehr in Gefahr – 22:16. Beste Torschützen waren Lukas Misere mit acht und Patrick Zahn mit sechs Treffern. „Wir sollten diesen Sieg aber nicht überbewerten. Er erfolgte mit gebremsten Schaum“, hielt Co-Trainer Maik Hoops den Ball nach dem Halbfinale flach.

Richtig ernst wird es nun wieder am kommenden Samstag (18.30 Uhr). Dann ist der Oberliga-Absteiger SG Neuenhaus/Uelsen Rotenburgs Punktspielgegner in der Pestalozzihalle.

jho

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