Avides Hurricanes reisen zum Tabellenführer TV Saarlouis Royals / Sieg gegen Herne gibt Selbstbewusstsein

„Wollen das Spiel einfach genießen“

Tomas Holesovsky und seine Avides Hurricanes gehen beim bisher noch verlustpunktfreien Spitzenreiter TV Saarlouis Royals zwar als klarer Außenseiter in die Partie, dennoch will der Coach den Favoriten ärgern. „Unser Vorteil ist, dass wir völlig befreit, ohne Druck und Stress aufspielen können“, betont Holesovsky. - Foto: Freese

Scheeßel - Tomas Holesovsky gehört unter den Basketballtrainern der Damen-Bundesliga eher zu den Personen der Kategorien unaufgeregt, besonnen und ruhig. Doch wenn der Coach der Avides Hurricanes über den nächsten Gegner spricht, gerät er fast schon ins schwärmen. „Sie gehören für mich zu den vier besten Mannschaften Deutschlands, haben kaum Schwächen.“ Somit wartet zugleich eine reizvolle und Schwierige Aufgabe auf sein Team, wenn es am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellenführer TV Saarlouis Royals auflaufen muss.

Allerdings ist Angst ein Ausdruck, der im Wortschatz des Coaches eher selten bis gar nicht vorkommt. „Wir müssen uns vor niemanden verstecken, auch nicht vor Saarlouis“, gibt sich Holesovsky vor der Partie beim bisher noch verlustpunktfreien Spitzenreiter selbstbewusst.

Können befreit und ohne Druck aufspielen

Selbstbewusst genug ist auch seine Mannschaft nach dem jüngsten 72:71-Last-Minute-Heimsieg gegen den favorisierten Herner TC allemal, und so hofft der Trainer, dass seinen Akteurinnen gegen Saarlouis ein ähnlicher Coup gelingt wie gegen Herne. „Wir sind der klare Außenseiter. Aber unser Vorteil ist, dass wir völlig befreit, ohne Druck und Stress aufspielen können. Wir wollen das Spiel einfach nur genießen. Das ist bei unserem Gegner nicht der Fall. Er ist ganz klar in der Pflicht zu gewinnen.“

Doch dass die Mission „Favoriten ärgern“ zu einem schwierigen Unterfangen werden kann, ist auch Holesovsky nicht entgangen. „Saarlouis ist eine Klasse für sich. Sie haben ein sehr homogenes Team mit exzellenten Einzelspielerinnen, die schon über einen langen Zeitraum zusammenspielen.“ Die Mannschaft aus der sechstgrößten Stadt des Saarlands misst die Liga aktuell auf und hat alle ihre bisherigen Spiele souverän gewonnen, wie zum Beispiel gegen Rutronik Stars Keltern (88:72), während der Meisterschaftsfavorit Nummer eins, TSV 1880 Wasserburg, gegen Keltern am zweiten Spieltag eine klare 61:73-Niederlage einstecken musste.

Die Schwächen des Gegners ausnutzen

Dass Saarlouis so stark in die neue Spielzeit gestartet ist, spielt Übungsleiter Holesovsky, der für die Partie weiterhin auf Hannah Pakulat (Bauchmuskelzerrung) verzichten muss, sogar in die Karten. „Wir haben absolut nichts zu verlieren und können uns voll und ganz auf uns fokussieren.“ Zumal die Hurricanes die Punkte beim Favoriten von vornherein nicht einplanen. „Wenn alle meine Spielerinnen ihre beste Leistung abrufen, ist aber alles möglich“ – somit auch ein Sieg.

Dafür müssen die Avides Hurricanes aber „on point“ sein, wie es in der Basketballsprache so schön heißt und die wenigen Schwächen des Gegners eiskalt ausnutzen. Diese hat der Hurricanes-Coach bereits ausgemacht: „Saarlouis hat nicht unbedingt die größten Spielerinnen der Damen-Bundesliga, die unter dem Korb zudem auch nicht gerade sicher stehen. Zudem fehlt der Mannschaft eine klassische Centerin. Da müssen wir ansetzen.“ - jdi

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