0:4 – Rotenburger SV wird wieder vom TSV Etelsen vorgeführt

„Das tut weh“

Unter Druck und unterlegen – Szenen eines einseitigen Spiels: Andreas Kiel (großes Bild am Ball) wird von Katip Tavan bedrängt, Tim Ebersbach (kleines Bild oben), winkt nach dem 0:3 gefrustet ab, Patrick Peter verliert das Luftduell gegen Oliver Warnke. - Fotos: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die ersten Zuschauer verließen bereits nach einer guten Stunde das Ahe-Stadion – und es waren Sympathisanten des Rotenburger SV. Enttäuschte wohlgemerkt, denn während der TSV Etelsen seine Spitzenposition in der Fußball-Landesliga mit einem 4:0 (1:0)-Sieg eindrucksvoll untermauerte und ausbaute, erfüllte der Gastgeber die eigenen Ansprüchen wieder nicht. Die Bestandsaufnahme nach der dritten Niederlage im vierten Punktspiel: Der RSV 2016/2017 taugt nicht für einen vorderen Platz.

Kein Wunder, dass RSV-Coach Matthias Rose zwölf Tage nach dem 1:5 im Bezirkspokal gegen Etelsen wieder ein schmallippiges Gesicht zog: „Das tut weh. Wenn man als Trainer Vorgaben macht und versucht, im Training etwas zu erarbeiten, aber man durch so leichte Fehler in der Rückwärtsbewegung und von hinten raus alles übern Haufen schmeißt, ist es grenzwertig. Ich habe den Eindruck, dass der eine oder andere es zu locker nimmt. Das ist nicht meine Einstellung zum Fußball.“

Rose hatte einige Änderungen vorgenommen, so zum Beispiel Patrick Hiob hinter den beiden Spitzen Jannis Oberbörsch und Patrick Peter aufgeboten. Nach der Pause versuchte er es mit einem 4-3-3-System und brachte erstnals Rückkehrer Florian Tinzmann. Und er überzeugte als Sechser durch eine gute Ballbehauptung. „Er hat die Zweikämpfe angenommen und auch gewonnen“, stellte der Coach fest. Trotzdem fing sich der RSV nach dem 0:1-Pausenrückstand aus der 24. Minute, als Katip Tavan ungehindert zum freien Pascal Kubiak durchstecken konnte, innerhalb von nur sieben Minuten (!) drei weitere Gegentore. Erst holte der indisponierte Timo Kanigowski den starken Tavan von den Beinen, sodass Kapitän Oliver Warnke per Strafstoß auf 2:0 erhöhte (52.), dann sprintete Kubiak in einen Rückpass von Tim Ebersbach auf Kanigowski und erzielte, begleitet vom Donnergrollen, sein zweites Tor bei seinem Startelfdebüt diese Saison (55.). Schließlich nutzte Tavan einen weiteren Abspielfehler zum 4:0 – Andreas Kiel, schon beim 0:1 nicht schuldlos, wurde beim Pass gestört (59.).

„In der ersten Halbzeit haben wir noch zu kompliziert gespielt, da hat Rotenburg auch noch viele Ballverluste erzwungen. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel aber klarer kontrolliert. Wir spielen momentan brutal effektiv nach vorne und sorgen durch unsere Geschwindigkeit für Gefahr“, resümierte Etelsens Coach Dennis Offermann. Auch den Ausfall von Bastian Reiners kompensierte sein Team gut, „und Pascal Kubiak hat sich mit seinen zwei Toren super eingeführt“, fand Offermann.

Beim gefrusteten Gastgeber herrschte indes Ratlosigkeit vor. „Wir schenken die wichtigen Zweikämpfe ab. Es ist momentan der Wurm drin und keiner ruft seine wirklich Leistung ab“, stellte der für den gesperrten Jannis Niestädt mit der Kapitänsbinde aufgelaufene Kiel selbstkritisch fest. „Da können wir uns jetzt nur als Team gemeinsam rausholen.“

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