Visselhövedes Innenverteidiger Jan-Hendrik Warncke über die Leiden und die Lehren

„Viel Negatives auf uns eingeprasselt“

Jan-Hendrik Warncke hofft auf bessere Zeiten – vor allem für seine Abwehr. - Foto: Freese

Visselhövede - Von Matthias Freese. Nach mehr als zehn Monaten haben die Kreisliga-Fußballer des VfL Visselhövede unter der Woche ihren ersten Pflichtspielsieg eingefahren – ein 3:1 im Kreispokal beim zwei Klassen tiefer spielenden SV Schwitschen. Der Punktspielauftakt war dem Absteiger zuvor mit dem 2:5 beim SV RW Scheeßel misslungen. Wir fragten bei Innenverteidiger Jan-Hendrik Warncke nach.

Glückwunsch zum ersten Sieg seit dem Oktober 2015. Wie fühlt er sich an?

Jan-Hendrik Warncke: Der erste Sieg 2016, das hört sich schon verrückt an. Aber es war gut zu sehen – auch für den Kopf –, dass wir noch Spiele gewinnen können. Da ist man schon etwas euphorisch.

Aber souverän hört sich ein 3:1 gegen einen unterklassigen Gegner auch nicht an ...

Warncke: Nein, vom Ergebnis her war das nicht überzeugend, aber wir müssen viele Leute ersetzen, haben zudem ein bisschen individuelle Klasse verloren.

In der Abwehr wurden die Fehler der letzten Saison noch nicht abgestellt – 2:5 zum Auftakt in Scheeßel. Haben Sie nichts aus dem Abstieg gelernt?

Warncke: Der Saisonstart war nicht ideal. Und wenn man in Rückstand gerät, holt man sofort die Gedanken der vergangenen Saison zurück. Letztlich gehören alle elf Spieler zur Verteidigung. Und wenn die Löcher zu groß sind, wird’s schwierig.

Was gilt es also tun?

Warncke: Wir sind nach dem Scheeßel-Spiel von unserer Taktik, hoch zu verteidigen, abgerückt und haben gemerkt, dass es sinnvoll ist, erst mal tief zu stehen und es über die Kompaktheit zu versuchen, um die Flut der Gegentore zu unterbinden.

Weil die Defensive auch zu langsam ist?

Warncke: Das trifft sicher auch zu. Wir sind nicht die schnellste Abwehr, haben aber versucht, die Vorgaben umzusetzen, hoch zu verteidigen und über die Außen Druck zu machen. Nach dem Saisonstart sind wir da selbstkritisch rangegangen und haben uns hinterfragt.

Das heißt, Visselhövede präsentiert sich beim FC Alfstedt/Ebersdorf anders?

Warncke: Gegen Alfstedt ist unser primäres Ziel, hinten nicht so viele Tore zu fangen. Und nach vorne versuchen wir, Nadelstiche zu setzen.

Sie haben schon als Sechser gespielt und sind jetzt in der Innenverteidigung gesetzt. Das war zuletzt keine dankbare Aufgabe, oder?

Warncke: Das ist sicher nicht der einfachste Job im Moment. Oft wird die Abwehr ja auch an den Gegentoren gemessen, da ist im letzten halben Jahr viel Negatives auf uns hinten eingeprasselt.

Die Zielsetzung von Trainer Morad Bounoua ist der direkte Wiederaufstieg ...

Warncke: Das habe ich auch gelesen.

Und? Zielkorrektur?

Warncke: Wir wollen die Vorgaben des Trainers möglichst gut umsetzen, eine gute Saison spielen und die neuen Leute einbinden. Welcher Platz rausspringt, lasse ich mal dahingestellt. Das obere Drittel wäre schon schön.

Vielleicht kann der Coach ja sein Comeback geben?

Warncke: Das wäre schön. Er könnte uns sicher helfen. Wir haben ihn auch schon oft gefragt, er möchte aber eigentlich die spielen lassen, die im Kader sind.

Warnckes Tipps

TSV Gr. Meckelsen - TuS Westerholz 1:2

FC Alfstedt/E. - VfL Visselhövede 1:2

MTV Elm - Heeslinger SC II 1:1

SV Ippensen - TSV Gnarrenburg 1:2

TV Sottrum - TSV Karlshöfen 2:0

Matthias Miesner (RW Scheeßel) lag zum Auftakt drei Mal von der Tendenz her richtig.

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