Vahlder SV verpasst in Hassendorf den Sprung in die 1. Kreisklasse – 1:4 gegen Anderlingen

Nur Keeper Meyer in Aufstiegsform

Abgekämpft, enttäuscht: Vahldes Fußballer müssen nächste Saison wieder in der 2. Kreisklasse ran. - Foto: Freese

Hassendorf - Von Matthias Freese. Nein, es war nicht das Wetter der Vahlder SV: Bei drückenden Temperaturen um die 30-Grad-Marke fehlte dem Vizemeister des 2. Kreisklasse Süd schlichtweg die Frische, um gegen den SV Anderlingen, den Tabellenzweiten der Nordstaffel, mitzuhalten. Im Aufstiegsspiel in Hassendorf setzte sich der in fast allen Belangen überlegene Rivale mit 4:1 (1:1) durch und sicherte sich im zweiten Anlauf in Folge das Ticket für die 1. Kreisklasse. Vahlde muss nächste Saison einen neuen Anlauf nehmen. „Wir konnten unsere Stärken nicht auf den Platz bringen“, gestand Coach Bodo Bosselmann.

Auf dem Sportplatz des TV Hassendorf stank es gleich zwei Mal, ohne dass der Ausrichter etwas dafür konnte. Zu Anfang des Spiels zog ein beißender Geruch vom benachbarten Acker herüber, nach dem Abpfiff jagten die Sieger nicht nur eine Konfetti-Kanone, sondern auch eine grüne Rauchschwade in die Luft. Die beiden Teams hatten sich während der 90 Minuten derweil nicht groß beschnuppert, sondern sofort vor rund 180 Zuschauern ihre Reviere markiert. Anderlingens Anspruch war klar: Vahlde unter Druck setzen. Das gelang auch recht gut – mit dem Ergebnis, dass unmittelbar nach der ersten Trinkpause, zu der der souverän leitende Referee Mario Ernst (SV Horstedt) pfiff, das sich schon lange abzeichnende 1:0 fiel. Andre Steffens beförderte einen Freistoß von Fabian Schäfer unbedrängt per Kopf in die Maschen (28.).

Schon zu diesem Zeitpunkt hätten die Mannen aus dem Nordkreis höher führen können, wenn Vahldes Torwart und Kapitän Jan-Peter Meyer nicht einen so überragenden Tag erwischt und der 37-Jährige gleich mehrfach glänzend pariert hätte. Gleich fünf Großtaten waren es allein bis zur Pause. „Er hat als einziger über Durchschnitt gespielt“, fand auch Coach Bosselmann. Überraschend gelang seinem Underdog noch vor der Pause sogar der Ausgleich, und zwar mit der ersten echten Chance. Christian Mindermann wurschtelte sich geschickt im Sechzehner durch und passte am Fünfer uneigennützig zu Außenverteidiger Andre Meibohm, der wiederum einlochte (39.).

Auch nach der Pause wirkte Anderlingen aber frischer und war spielerisch überlegen. So war das 2:1 in der 59. Minute auch eine Art Vorentscheidung. Meibohm hatte den Ball zwar noch von der Linie gekratzt, doch landete er bei Philipp Zimmermann. Christian Schäfer (65.) und erneut Zimmermann aus stark abseitsverdächtiger Position (79.) stockten auf 4:1 auf. Der eingewechselte Jan Rosenbrock hätte es tatsächlich noch einmal spannend machen können, scheiterte aber zwei Mal nach Zuspiel von Stefan Lohmann frei vor der Kiste (82./89.). Die letzte Chance vergab Steffens gegen Meyer. Der Stürmer kommentierte schmunzelnd: „Das ist ja Pierre-Michel Lasogga hier vorne.“

Recht gelassen nahm Vahldes Trainer Bosselmann das Scheitern. „Anderlingens Sieg war mehr als verdient. Wir sind nicht annähernd an die Leistung herangekommen, die wir in den letzten Spielen gezeigt haben.“ Er ärgerte sich vielmehr darüber, dass seine Mannen in der Rückserie die Tabelenführung abgegeben hatten und denkt ab sofort an die neue Saison: „Einige hören jetzt auf, wir müssen mal sehen, was wir für eine Riege zusammen bekommen.“

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