TuS Westerholz setzt sich im Kreisliga-Derby gegen den Aufsteiger SV Rot-Weiß Scheeßel mit 3:2 durch

„Zu stümperhaft agiert“

Während Westerholz‘ Jan-Philipp Thom (Mitte) einen Treffer zum 3:2-Sieg über den SV Rot-Weiß Scheeßel beisteuerte, blieb ScheeßelsJan-Philipp Loos (l.) torlos. - Foto: Woelki

Westerholz - Von Julian Diekmann. Zwölf Tage nach dem Kreispokal-Aus haben die Fußballer des SV Rot-Weiß Scheeßel die Revanche verpasst. Im Kreisliga-Derby beim TuS Westerholz unterlag die Mannschaft von Trainer Sven Schumacher erneut. Nach dem 1:3 in der ersten Runde des Pokals setzte es für den Aufsteiger gestern Nachmittag ein 2:3 (0:2). „Wir haben vor allem in der Defensive viel zu stümperhaft agiert und uns zu viele individuelle Fehler erlaubt. Das ist sehr ärgerlich, weil wir stark angefangen haben“, motzte Schumacher nach der knappen Niederlage.

In der Tat waren es die Gäste, die die Anfangsphase dominiert hatten. Bereits in der zweiten Minute hätte Scheeßel in Führung gehen können, doch Mike Sprenger traf aus halblinker Position nur den Posten. Westerholz kam in der fünften Minute zu seiner ersten Gelegenheit. Den Kopfball von Jan Ostenfeld hielt Scheeßels Schlussmann Sebastian Bretzke aber sicher. In der 20 Minute zeichnete sich auf der Gegenseite Finn Geffken aus, als er einen 30-Meter-Hammer von Sprenger stark parierte.

Allerdings musste Torwart Geffken in der Halbzeitpause ausgewechselt werden, da er zuvor in der 25. Minute mit Florian Klee zusammengerasselt war und minutenlang benommen liegen blieb. „Finn hat sich wohl eine starke Rippenprellung zugezogen“, erklärte Westerholz‘ Trainer Peter Ludwig. „Er ist nach seiner Auswechslung ins Krankenhaus gebracht worden. Wir müssen jetzt erst einmal abwarten, was die genaue Diagnose ergibt.“

Vor dem Zusammenprall durfte Geffken aber das 1:0 für seine Mannschaft bejubeln, nachdem die Scheeßeler Abwehr eine Flanke von Marvin Bénet nicht aus dem Strafraum klären konnte und Jannes Hädecke aus rund 15 Metern ins lange Eck zur Führung einnetzte (22.). „Einfach lächerlich, was wir in der Verteidigung abgeliefert haben“, monierte Schumacher nach Abpfiff. Die Chance zum Ausgleich hatte Klee in der 29. Minute auf dem Fuß, doch sein Schuss wurde gerade noch geblockt. Ein weiterer Stellungsfehler sorgte dann für das 2:0 für die Hausherren, als Westerholz‘ Stürmer Jan Ostenfeld einfach gedankenschneller war und von der Mittelline alleine auf Scheeßels Keeper Bretzke zu sprintete und eiskalt verwandelte (35).

Doch Scheeßel gab zu keiner Sekunde auf und kam in der 58. Minute zum Anschlusstreffer durch Klee, nachdem Geffkens Ersatzmann Patrick Schulze gepatzt hatte. Nachdem Ostenfeld praktisch im Gegenzug nur den Pfosten traf, machte es Jan-Philipp Thom in 73. Minute besser. Nach einer Ecke von Bénet köpfte er völlig unbedrängt zum 3:1 ein. In der Endphase der Begegnung rannte der Gast aus Scheeßel noch mal an und öffnete den Westerholzern viele Räume, die sie allerdings ungenutzt ließen. Erst in der ersten Minute der Nachspielzeit kamen die Rot-Weißen noch einmal zum Anschlusstreffer, nachdem der stets agile Klee einen Konter zum 2:3 verwandelte. Dieser fiel aus Scheeßeler Sicht allerdings zu spät, sodass die Schumacher-Elf sich am Ende mit der knappen Niederlage abfinden musste. „Es gab einige Parallelen zum Pokalspiel. Es war eine sehr intensive Partie. Es ging immer hin und her. Wir hatten aber die klaren Torchancen“, meinte Westerholz‘ Coach Ludwig. „Aus meiner Sicht ein hochverdienter Sieg. Am Ende hätten wir sogar höher gewinnen müssen.“

Während der SV Rot-Weiß Scheeßel weiterhin den dritten Rang einnimmt, klettert der TuS Westerholz auf Platz sechs der Kreisliga-Tabelle.

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