Erster Ligasieg für Elm nach 350 Tagen

Sabouneh erlöst „Vissel“ vom Fluch – 3:2

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Daniel Stephenson (rechts) sorgte mit seinem Schuss quasi für den folgenden Elfmeter gegen Elm. 

Visselhövede - Von Vincent Wuttke. Es ist vollbracht! Exakt 350 Tage nach dem 2:1-Sieg in der Bezirksliga beim 1. FC Rot-Weiß Achim haben die Kreisliga-Fußballer des VfL Visselhövede erstmals wieder ein Punktspiel gewonnen. Im Heimspiel gegen den Aufsteiger und Tabellenvorletzten MTV Elm gab es einen 3:2 (1:0)-Sieg dank eines Doppelschlags in der Nachspielzeit. „Schlecht für das Herz, aber sehr gut für die Mannschaft“, musste nicht nur Co-Trainer Joachim Keck durchatmen. Das unrühmliche und bevorstehende „Jubiläum“ fällt somit aus.

Quasi mit dem Abpfiff hatte Merwan Sabouneh einen Elfmeter sicher verwandelt, nachdem Daniel Stephensons Schuss von einem Elmer Verteidiger mit der Hand abgewehrt worden war (90.+2). „Da konnte ich nicht mehr hinsehen“, gab Keck zu. Und Matchwinner Sabouneh meinte: „Endlich. Es wurde ja mal Zeit. Wir haben es aber auch echt gewollt.“

Um den Teamgeist gegen die Gäste, bei denen Trainer Ingo Schröder in der vergangenen Woche hingeworfen hatte, zu stärken, gab es vor dem Spiel unter anderem ein gemeinsames Frühstück. „Es hätte mir auch für die Jungs total leid getan, wenn wir wieder verloren hätten. Sie haben es sich absolut verdient, weil sie bis zur letzten Sekunde gekämpft haben“, durfte sich auch Trainer Morad Bounoua mal wieder nach einem Spiel freuen. „Auch wenn wir noch Letzter sind, ist der Sieg verdammt wichtig für uns. Allein, weil die Jungs jetzt wissen, dass sie noch gewinnen können.“

Dabei sah es noch mit Ablauf der regulären Spielzeit nach der nächsten Pleite aus. Die Führung von Daniel Stephenson nach einer halben Stunde drehte Elm nach dem Seitenwechsel durch einen Volleyschuss von Kevin Witz (52.) und ein unglückliches Eigentor von Michael Lohmann nach einer flachen Hereingabe (61.). „Wir haben in der ersten Hälfte aggressiv gespielt und hätten höher führen können. Nach der Halbzeit sind wir wie immer nach Führungen nicht mehr in die Zweikämpfe gegangen“, meinte Bounoua. „Da sind wir in unseren üblichen Trott gekommen“, stimmte Keck zu.

Im Gegensatz zu allen Partien zuvor drehte „Vissel“ mit dem Rückstand aber noch einmal auf. Sebastian Süselbeck, der nach 83 Minuten eingewechselt worden war, sorgte mit seinem Sonntagsschuss aus 20 Metern in den Winkel für das 2:2 (90.+1). Das reichte „Vissel“ nicht. Und während Joachim Keck vor Aufregung wegschaute, blieb Sabouneh cool und sorgte für vergessene Glückgefühle bei allen, die es mit den Heidestädtern halten.

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