„Nicht die nötige Ruhe“

Goecke trifft zum späten 1:1

+
Unterstedts Leon Linke (Mitte) behauptet im Duell mit Scheeßels Benjamin Hensel (2.v.l.) den Ball. Unterm Strich hatte der Stürmer aber nur wenige gelungene Aktionen im Spitzenspiel.

Unterstedt - Von Vincent Wuttke. Nach dem Hit in der 1. Kreisklasse Süd feierten nur die Fußballer des SV Rot-Weiß Scheeßel. Lautstark hallten die Schlachtrufe über den Platz der SG Unterstedt. Nur wenige Meter neben den Gästen lagen die Hausherren niedergeschlagen auf dem Boden. Dabei war das Spiel vorher 1:1 (0:0) ausgegangen. Doch nach dem späten Scheeßeler Ausgleich in der 88. Minute fühlte sich nur das Team von Trainer Sven Schumacher wie ein Sieger.

Schumacher durfte sich nach dem Spiel lobend auf die Schulter klopfen. Immerhin hatte er ein goldenes Händchen bewiesen und den Torschützen zum Ausgleich, Matthias Goecke, erst in der 85. Minute ins Spiel gebracht. „Das war eine Verzweiflungseinwechslung, weil unser kopfballstarker Stürmer Jan-Philip Loos keine brauchbaren Bälle bekam und ich irgendetwas verändern wollte“, meinte Schumacher.

Zwei Minuten vor Schluss setzte sich Ali Kara an der rechten Seite durch und bediente in der Mitte den Joker, der den Ball aus elf Metern unhaltbar unter die Latte drosch. „Davor velieren wir den Ball aufgrund eines blöden Hackentricks völlig unnötig und lassen uns außen auch noch viel zu leicht ausspielen“, ärgerte sich Unterstedts Trainer Uwe Delventhal über das Gegentor.

Erst sieben Minuten zuvor hatte Celal Ainto per Linksschuss für den gefühlten Siegtreffer der Heimmanschaft gesorgt. „Wir haben aber nicht die nötige Ruhe gehabt, das 1:0 über die Zeit zu bringen. Stattdessen wollten die Jungs noch das zweite Tor nachlegen“, begründete Delventhal den Ausgleich. In der Nachspielzeit hatte Unterstedt zudem noch Pech, als ein Schlenzer von Theo Kettenburg nur an den Außenpfosten ging (90.+2).

Scheeßels Ali Kara (l.) entwischte Unterstedts Abwehr um Matthias Walker (r.) einige Male. Er vergab aber alle seine Chancen.

Unter dem Strich war das Remis aus Sicht von Schumacher verdient. „Wir waren spielbestimmend und haben die besseren Möglichkeiten gehabt“, fand er. Allein Ali Kara hatte mehrfach die Chance zum Führungstor. Er vergab aber aus allerbesten Positionen (30./61./84.). „Ich musste ihn ein wenig trösten, aber er hat das 1:1 noch stark vorbereitet. Er ist noch sehr jung und hatte wohl nicht die nötige Ruhe vor dem Tor“, meinte sein Coach.

Die Unterstedter Offensive blieb hingegen ziemlich blass. Vor der Pause verfehlte der Schuss von Florian Liszkowski sein Ziel (24.), in der 72. Minute hatte Felix Hässel nach einem Freistoß von Theo Kettenburg die Führung auf dem Fuß. Er scheiterte aus kurzer Distanz an Scheeßels Schlussmann Sebastian Bretzke (72.). „Wir sind bis zur zweiten Halbzeit überhaupt nicht mit Scheeßels aggressivem Spiel zurechtgekommen. Immerhin wurde es dann noch besser“, fand Delventhal.

Als wären die zwei verlorenen Punkte nicht schon schlimm genug für Unterstedt gewesen, musste Stürmer Janis Schwarzkopf bereits nach 20 Minuten nach einer Grätsche ausgewechselt werden. Er blieb unglücklich mit der Schulter im Boden hängen. „Ich habe chronische Probleme mit der Schulter. In der Szene ist da wieder etwas herausgesprungen. Es kann jetzt dauern, bis ich wieder spielen kann“, erzählte der Pechvogel.

Immerhin profitierten beide Spitzenteams vom Ausrutscher des Verfolgers FC Rüspel/Wertzen (2:3 bei BW Westervesede), sodass sie die Meisterschaft im Fernduell wohl unter sich ausmachen.

Mehr zum Thema:

Immer mehr Wohnungslose in Deutschland

Immer mehr Wohnungslose in Deutschland

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Weihnachtsmarkt in Nordwohlde

Weihnachtsmarkt in Nordwohlde

Klaus Allofs' Erfolge

Klaus Allofs' Erfolge

Meistgelesene Artikel

Hurricanes produzieren zu viele Fehler

Hurricanes produzieren zu viele Fehler

Rotenburger SV „erpresst“ sich 1:1 gegen Spitzenreiter Hagen/Uthlede

Rotenburger SV „erpresst“ sich 1:1 gegen Spitzenreiter Hagen/Uthlede

Sackmann „zerreißt sich“

Sackmann „zerreißt sich“

Karriereende nicht in Sicht

Karriereende nicht in Sicht

Kommentare