Westerholz‘ Lars Menzel fällt im Saisonendspurt aus

„Schauen vor allem auf den zweiten Platz“

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Lars Menzel (r.) konnte den Platz gegen Ippensen nur mit Hilfe von Betreuer Marcus Müller verlassen.

Westerholz - Von Vincent Wuttke. Als wäre die Konkurrenz für die Kreisliga-Fußballer des TuS Westerholz im Kampf um den Aufstieg nicht schon groß genug, wird das Team von Coach Peter Ludwig auch noch vom Verletzungspech verfolgt. Neuester Fall in der Krankenakte: Lars Menzel. Im vergangenen Spiel gegen den SV Ippensen (2:2) musste der 26-jährige Mittelfeldorganisator verletzt vom Platz. Er wird seinem Team in den anstehenden Wochen aller Voraussicht nach fehlen, wie er im Interview erklärt.

Nach 57 Minuten war gegen Ippensen für Sie Schluss. Was war passiert?

Lars Menzel: In einem Luftkampf wurde ich am Kopf getroffen, verlor kurz das Bewusstsein und habe mir beim Aufkommen das rechte Bein verdreht. Dadurch habe ich mir einen Bänderriss zugezogen, mein Sprunggelenk ist angeschlagen und ich hatte eine leichte Gehirnerschütterung.

Rechnen Sie damit, dass Sie in dieser Spielzeit noch einmal auflaufen können?

Menzel: Ganz ehrlich gesagt: Ich denke, dass es für mich das Saisonaus war. Ich kann nicht trainieren und werde, selbst wenn die Heilung gut voranschreitet, so einen Konditionsrückstand haben, dass es wenig Sinn macht. Ich hoffe noch, dass ich in einer möglichen Relegation zumindest als Einwechselspieler mitwirken kann.

In der Hinserie waren Sie mit einer Überdehnung im Knie auch schon mehrere Spiele ausgefallen. Tut Ihnen diese Verletzung noch mehr weh?

Menzel: Ganz klar. Vor allem, da Jan-Lüder Behrens ja auch in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann. Ich werde die entscheidenden Wochen nur als Unterstützer am Spielfeldrand dabei sein können, wenn es für uns um alles oder nichts geht. Bei mir scheint es aber so zu sein, dass Ippensen mein neuer „Lieblingsgegner“ ist. Schließlich habe ich mir das überdehnte Knie im Hinspiel gegen die geholt.

Der FSV Hesedorf/Nartum scheint vier Zähler vor Ihnen enteilt zu sein. Kämpfen Ihre Kollegen jetzt „nur“ noch um Rang zwei? 

Menzel: Wir schauen vor allem auf den zweiten Platz, auch wenn man nie weiß, was passiert. Hesedorf hatte bisher einfach auch das nötige Glück und hat mehrmals in der Schlussphase der Spiele noch gepunktet. Sie haben zudem auch das vermeintlich leichteste Schlussprogramm.

Die verbleibenden Gegner Ihrer Mannschaft scheinen aber auch schlagbar zu sein.

Menzel: Am Sonntag müssen wir den Heeslinger SC II noch schlagen, aber dann sind der TSV Karlshöfen, der TSV Bülstedt/Vorwerk und der FC Ostereistedt/Rhade alle machbar. Wir dürfen nur auf keinen Fall einen dieser Gegner unterschätzen.

Könnte die Vorgeschichte der verpassten Aufstiege Ihres Teams in den vergangenen zwei Jahren noch eine Rolle spielen?

Menzel: Das ist meiner Meinung nach nicht in unseren Köpfen. Außerdem haben wir auch noch mehrere junge Spieler im Team, die davon nicht viel wissen.

Neben der Liga steht in der übernächsten Woche auch noch das Pokalhalbfinale an. Ist das „Double“ aus Aufstieg und Pokalsieg also das Ziel?

Menzel: Natürlich, wenn ich etwas anderes sagen würde, wäre es auch gelogen. Im Pokal müssen wir Karlshöfen aber erstmal schlagen. Vor fünf Jahren haben wir gegen die im Halbfinale im Elfmeterschießen verloren.

Menzels Tipps

TSV Gnarrenburg - TV Sottrum 1:2

FSV Hesedorf/N. - FC Alfstedt/E. 2:2

MTV Jeddingen - FC Ostereistedt/R. 1:3

TuS Elsdorf - TSV Karlshöfen 2:1

TuS Westerholz - Heeslinger SC II 3:0

Marco Köster (TV Sottrum) lag am vergangenen Wochenende zwei Mal von der Tendenz her richtig.

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