Jugendleiter Peter Meyer über den JFV und die Pokalendspiele als Dauereinrichtung

„Rotenburger Gesichter sollen vermehrt erkennbar sein“

Der JFV Rotenburg existiert seit rund zwei Jahren – ein Erfolgsmodell mit Anlaufschwierigkeiten? „Das entscheidet sich in den nächsten drei bis vier Jahren“, sagt Peter Meyer. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der JFV Rotenburg steht vor seiner größten Herausforderung in der noch jungen Vereinsgeschichte – er richtet am Himmelfahrtstag ab 11 Uhr die Bezirkspokalendspiele der U16 bis U19-Junioren sowie der B- und C-Juniorinnen im Ahe-Stadion aus. Und auch wenn der Gastgeber mit keinem Team vertreten ist, geht es sportlich bergauf. Wir sprachen über das Event, den JFV Rotenburg sowie die beiden Stammvereine Fortuna Rotenburg und RSV mit Jugendleiter Peter Meyer. Meyer ist gleichzeitig auch im Fortuna-Vorstand tätig.

Seit fast zwei Jahren ist der JFV Rotenburg am Start – handelt es sich um ein Erfolgsmodell?

Peter Meyer: Es ist sicherlich die richtige Entscheidung gewesen, die Gründung des JFV in der Stadt Rotenburg zu realisieren. Konsequent wurde sofort mit dem Aufbau der Jahrgangsmannschaften begonnen und qualifizierte Trainer im verantwortlichen Bereich fast überall eingesetzt. Diese Maßnahmen zeigen bereits Erfolge im Bereich der U 7 bis U 11 der Junioren und der D-Jugend der Mädchen. Ob es ein Erfolgsmodell wird, entscheidet sich in den nächsten drei bis vier Jahren, wenn die JFV-eigenen Mannschaften aus den jüngeren U-Mannschaften die „Quali“ zu den Bezirksligen spielen.

Wie viele Mannschaften spielen aktuell im JFV Rotenburg und wie bewerten Sie die Entwicklung speziell im leistungsorientierteren Bereich?

Meyer: Die Maßnahmen führten zum Aufwachsen von nunmehr 330 Mitgliedern in insgesamt 20 Mannschaften – 18 im Junioren- und zwei im Mädchenbereich. Seit zwei Jahren hat der JFV immer den Herbstaufsteiger aus der Kreisliga in die Qualifikationsrunde zur Bezirksliga gestellt. Mit der U 14, U 15, U 17 und U 18 sind vier Mannschaften im Bezirk unterwegs – und die U 18 zur Zeit in der „Quali“ zur Landesliga.

Profitiert aber nicht in erster Linie der RSV vom JFV Rotenburg, weil Fortuna keine Herrenmannschaft mehr hat?

Peter Meyer, ist der Jugendleiter des JFV Rotenburg.

Meyer: Bei der Gründung des JFV ging und geht es darum, den Kinder- und Jugendfußball zu fördern durch Bündelung der Personal- und Finanzpotenziale beider Vereine. Dem Verein Fortuna ging es dabei nicht darum, die Herrenmannschaften wie auch immer zu stärken. Allerdings war und ist es auch ein Ziel, die Herrenmannschaften des RSV mit im JFV-geförderten Jugendspielern so zu verstärken, dass Rotenburger Gesichter vermehrt auf dem Platz erkennbar sind.

Wird es nach der Abmeldung im Winter künftig wieder ein Herrenteam bei Fortuna geben?

Meyer: Ja, die Jahreshauptversammlung hat den Auftrag erteilt, dieses zu tun. Ich denke, die Vorsitzenden beider Stammvereine sollten sich darüber unterhalten. Die Rahmenbedingungen für Damen- und Herrenfussball müssen hier geschaffen werden.

Fühlt sich Fortuna wie ein Juniorpartner des RSV? Und wo hakt es noch in der Zusammenarbeit?

Meyer: Es mangelte an regelmäßigen Gesprächen zwischen den Verantwortlichen beider Vereine. Leider wurde in der Öffentlichkeit der Eindruck vermittelt, der JFV sei eine Einrichtung des RSV. Nachdem der RSV jetzt einen neuen Vorsitzenden hat, ist davon auszugehen, dass regelmäßige Gespräche stattfinden werden.

Der JFV Rotenburg richtet erstmals die Bezirkspokalendspiele aus. Trauen Sie sich die Organisation zu?

Meyer: Hätten wir uns sonst beworben? (lacht)

Aber warum haben Sie sich beworben, obwohl doch kein eigenes Team dabei ist?

Meyer: Der Umstand ist der Tatsache geschuldet, dass im vergangenen Jahr die Bezirksmeisterschaften der B- und C-Mädchen hier ausgetragen wurden und den Bezirksverantwortlichen das Platzangebot und die zentrale Lage im Bezirksgebiet gefallen hatte. Eine solche Anlage verdient diese Events, und die Stadt erfährt dadurch auch eine Aufwertung.

Stimmt es, dass es das Ziel des JFV Rotenburg sogar ist, jährlich dieses Event auszurichten?

Meyer: Es ist richtig. Bei Gefallen wird dieses sicherlich eine Option sein. Die Entscheidung wird im Bezirksjugendausschuss fallen. Wir stehen zur Verfügung.

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