Rotenburg bezwingt Wilhelmshavens Reserve mit 33:26 

Misere-Festspiele enden an der Spitze

+
Jens Behrens (Bild oben) sieht die Lücke in der Wilhelmshavener Deckung und zieht ab, Klaas-Marten Badenhop (unten links) schaut sich mit dem ebenfalls vom Platz gestellten Fabrice Lehmann die Schlussphase an, die beiden A-Jugendlichen Kilian Behrens (rechts) und Michel Misere klatschen sich nach einem erfolgreichen Spielzug ab. 

Rotenburg - Von Matthias Freese. Zielvorgabe erfüllt, Zuschauer begeistert, Trainer ebenfalls: Den Verbandsliga-Handballern des TuS Rotenburg ist der Sprung an die Tabellenspitze durch einen 33:26 (16:10)-Heimsieg gegen den bis dato ebenfalls punktverlustfreien Aufsteiger Wilhelmshavener HV II gelungen. „Läuft“, kommentierte Coach Nils Muche und hob die „geile Deckungsarbeit“ hervor. Nicht zu vergessen: Die rund 250 Zuschauern in der Pestalozzihalle wohnten auch den Misere-Festspielen bei – Linksaußen Lukas Misere steuerte unglaubliche 16 Tore bei, sein Bruder Michel kam als A-Jugendlicher auf beeindruckende vier Tore.

„Das hätten wir so am Anfang der Saison nicht erwartet. Aber mit unseren jungen Leuten macht es riesig Spaß. Wahnsinn, wie sie sich einfügen“, stellte auch Rotenburgs Abwehrchef Klaas-Marten Badenhop fest, nachdem er sich das Spiel die letzten rund 13 Minuten von der Tribüne aus sngucken musste. Nach einer Rangelei hatte er Rot gesehen – „gerechtfertigt“, wie er einräumte. Und quasi folgenlos, weil ohne weitere Sperre.

Zuvor hatte Badenhop die Abwehr nach anfänglichen Problemen zusammen mit Christian Hausdorf bestens organisiert. Vom 3:2:1-System waren die Rotenburger früh auf die 6:0-Variante umgeschwenkt. „Wir gewinnen so ’ne Spiele nur über die Abwehr und haben schnell gemerkt, dass die Wilhelmshavener ohne Backe nicht aus dem Rückraum werfen. Deshalb haben wir uns defensiv zurückgezogen“, erklärte Badenhop.

Immer wieder suchten die Gäste stattdessen Kreisläufer Thorben Hackstein, gerieten aber nach fast 20 Minuten allmählich ins Hintertreffen. Da zog die Wümme-Sieben von 9:8 bis auf 16:9 davon. Ab der 14. Minute waren übrigens sämtliche Rotenburger Tore bis zur Pause auf das Misere-Konto gegangen – neun Mal war der ältere der Brüder erfolgreich, zwei Mal der jüngere aus dem Rückraum.

Im zweiten Durchgang ging es dann nicht ganz so rasant weiter, der Klassenneuling blieb hartnäckig. „Es ist auch schwierig, wenn du so einen Flow hast – da ist die zehnminütige Pause nicht gerade gut“, nahm Muche seine Schützlinge in Schutz. „Aber Wilhelmshaven ist auch keine Bratwurst-Mannschaft. Auch wenn sie Aufsteiger sind, machen sie einen geilen Job“, lobte Rotenburgs Coach die Zweitliga-Reserve von der Jade, die sich auch nach der Roten Karte (dritte Zeitstrafe) gegen den siebenfachen Torschützen Fabrice Lehmann nicht hängen ließ (58.).

Der Sieg der Gastgeber geriet aber zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr, der Vorsprung betrug mindestens fünf Tore. „Wir haben immer die richtige Antwort gegeben. Die Breite der Mannschaft macht es halt“, fand Muche und lag trotz der Misere-Dominanz ganz richtig. Bestes Beispiel: Kilian Behrens, ebenfalls A-Jugendlicher, kam in der Schlussphase ins Spiel und steuerte prompt drei Treffer innerhalb von 60 Sekunden bei.

Nun sind die Rotenburger als Spitzenreiter also die Gejagten. Ob ihnen die Rolle liegt? „Wir stapeln erst mal tief“, kündigte Klaas-Marten Badenhop an. „Da kommen schließlich noch ganz andere Hausnummern.“ Nächsten Samstag sind die Rotenburger allerdings noch einmal in der Außenseiterolle – dann als Gastgeber der zweiten Pokalrunde mit dem Oberligisten TSV Bremervörde als Gegner im Halbfinale.

Neddener Advent

Neddener Advent

Martfelder Christkindl-Markt

Martfelder Christkindl-Markt

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Adventsmarkt in Otterstedt

Adventsmarkt in Otterstedt

Meistgelesene Artikel

Sackmann „zerreißt sich“

Sackmann „zerreißt sich“

Karriereende nicht in Sicht

Karriereende nicht in Sicht

Hurricanes produzieren zu viele Fehler

Hurricanes produzieren zu viele Fehler

Rotenburger SV „erpresst“ sich 1:1 gegen Spitzenreiter Hagen/Uthlede

Rotenburger SV „erpresst“ sich 1:1 gegen Spitzenreiter Hagen/Uthlede

Kommentare