Handball-Verbandsligist TuS Rotenburg in der Favoritenrolle

„Mulle“ fordert volle Pulle

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Sören Heyber (l.) und Jens Behrens, beim TV Scheeßel ausgebildet, kommen nicht, um nur auf der Bank zu sitzen. Das Potenzial für mehr bringen sie auf jeden Fall mit. 

Rotenburg - Von Jürgen Honebein. Die Erwartungshaltung ist gestiegen! Nachdem die Handballer des TuS Rotenburg in ihrem ersten Verbandsliga-Jahr den Durchmarsch in die Oberliga nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem VfL Fredenbeck II – beziehungsweise am grünen Tisch wegen der Aberkennung von zwei Punkten – verpasst hatten, gehören sie nun zu den Titel-Favoriten.

Hände hoch! Auf die Abwehr kommt es auch im zweiten Rotenburger Verbandsliga-Jahr an. 

Erfolgscoach Nils Muche ist aber vorsichtig: „Natürlich wollen wir alle eine ähnlich gute Rolle wie in der vergangenen Saison spielen, doch das wird dieses Mal viel, viel schwerer“, behauptet der 46-jährige Schneverdinger und erklärt, warum: „Zum einen kennen uns die Gegner jetzt und können sich auf uns einstellen, zum anderen ist nicht mehr die große Euphorie des Aufstiegs vorhanden. Jeder Sieg in der Verbandsliga muss von uns in der neuen Saison noch härter erarbeitet werden. Wir haben in dieser Klasse wirklich nur Aussicht auf Erfolg, wenn alle hundertprozentig den Erfolg wollen und im Training alles dafür tun“, sagt „Mulle“, wie er von seinen Spielern genannt wird.

Weggänge hat der TuS Rotenburg kaum zu verzeichnen, einzig Rechtsaußen Christian Schaffran zog es aus beruflichen Gründen Richtung Stuttgart. „Ich habe noch nicht aktiv nach einem neuen Verein gesucht“, verrät der Linkshänder und legt eine Handball-Pause ein.

Mit Nils Behrens und Sören Heyber (beide TV Scheeßel) sowie Nils Rosemann (TV Jahn Schneverdingen) sind drei junge Spieler neu im Kader, die dafür sorgen werden, dass der Konkurrenzkampf auf den einzelnen Positionen noch härter wird. Während Nils Rosemann für die Linksaußenposition als Back-up für Goalgetter Lukas Misere vorgesehen ist, sind Jens Behrens und Sören Heyber im Rückraum rechts und links einsetzbar. „Alle drei machen im Training einen sehr guten Eindruck und werden uns weiterhelfen“, ist Nils Muche überzeugt.

Im Tor ist der TuS Rotenburg mit Yannick Kelm, Denis Jäger und Alexander Meyer gleich dreifach stark besetzt. Besonders Kelm hat in seinem ersten Jahr in Rotenburg gezeigt, welche große Verstärkung er ist. „Die vergangene Saison hat gezeigt, dass wir alle drei benötigen. Das war ein großes Plus von uns“, meint Co- und Torwarttrainer Maik Hoops. Viel verspricht sich Nils Muche auch von Rückraumkraft Patrick Zahn, der seine Schultereckgelenksprengung ganz überwunden hat und in den Testspielen gezeigt hat, welch Potenzial in ihm steckt.

Der Coach wird wieder sein Hauptaugenmerk darauf legen, dass die Abwehr gut funktioniert. Klaas-Marten Badenhop und Christian Hausdorf sind dort die Eckpfeiler und geben den Ton an. „Wir haben in der vergangenen Saison viele Spiele über eine gute Abwehrleistung gewonnen. Das muss auch dieses Mal wieder so sein“, fordert Muche, der als selbstständiger Hufschmied zuzupacken weiß – und das auch verbal tut, wenn es sein muss.

In der Offensive sind Akteure wie Lukas Misere, Fabian Knappik, Jens Koch, Daniel Jäger und Luka Bruns gesetzt, doch auch auf Johann Knodel, Jan Leenes und Malte Fresen kann der Trainer nicht verzichten, soll der Sprung in die nächsthöhere Spielklasse schon in dieser Saison gelingen. Allerdings starten die Rotenburger später als die Konkurrenz, für die es bereits an diesem Wochenende los geht. Die Wümme-Sieben greift erst nächsten Samstag mit der Partie bei der HSG Nordhorn II ein, das erste Heimspiel steigt am 24. September gegen den TSV Daverden.

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