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Peters bucht das WM-Ticket

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Kreis-Rotenburg - ROTENBURG n Dimitri Peters hat es geschafft. Der Judoka des TuS Rotenburg fährt mit der deutschen Nationalmannschaft vom 26. bis 28. August zur Weltmeisterschaft nach Rotterdam. Dank starker Leistungen in diesem Jahr erhielt der 25-Jährige das WM-Ticket von Bundestrainer Detlef Ultsch und wird in der Klasse bis 100 Kilogramm an den Start gehen. So musste sich der Unterstedter zuletzt bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDEM) in Sindelfingen erst im Finale dem Russen Tagir Khaybulaevin geschlagen geben.

Peters, der nach 2007 in Rio (Brasilien) zum zweiten Mal an einer WM teilnehmen wird, hatte in diesem Jahr bereits früh den Grundstein für seine Nominierung gelegt. So fuhr er im Januar in Bayreuth souverän den deutschen Meistertitel ein. Nach starken Auftritten unter anderem beim Grand-Slam-Turnier in Moskau (Platz fünf) und zuletzt bei der IDEM in Sindelfingen setzte er sich schließlich im Kampf um das WM-Ticket gegen seinen ärgsten Konkurrenten Sebastian Behrla (Wahlheim) durch. „Der Trainer entscheidet nach Erfolg, und ich war dieses Jahr einfach besser als Sebastian“, bringt es der Unterstedter auf den Punkt.

Auch aus seiner Zielsetzung für die Wettkämpfe in Rotterdam macht das Aushängeschild des TuS Rotenburg keinen Hehl: „Die WM war mein großes Ziel in diesem Jahr. Jetzt will ich auch besser abschneiden als in Rio und am Ende natürlich etwas mit nach Hause nehmen.“

Vor zwei Jahren in Südamerika war Peters bereits nach dem ersten Kampf ausgeschieden. „Das war damals einfach mangelnde Erfahrung“, blickt er zurück und ist zuversichtlich, dass es in den Niederlanden erfolgreicher für ihn laufen wird. „Ich bin reifer geworden und fühle mich besser als damals.“

Um in Rotterdam auch bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden zu können, hat sich Peters in den letzten Wochen ordentlich gequält und ist erst vor kurzem aus einem dreiwöchigen Höhentrainingslager aus Bulgarien zurückgekehrt. „Dort haben wir in 2 500 Meter Höhe geschuftet. Da tut das

nHöhentraining

nin Bulgarien

Treppensteigen hinterher schon weh“, schmunzelt der Top-Athlet und erklärt: „Es ist aber schnell zu spüren, dass die Arbeit etwas bringt.“ Rechtzeitig zum WM-Auftakt will Peters dann seinen Fitness-Höhepunkt erreicht haben. Auch wenn es bereits seine zweite Teilnahme bei Weltmeisterschaften ist, die Vorfreude ist keine Spur geringer geworden: „Eine WM gibt es nur alle zwei Jahre. Dabei sein zu können, ist großartig.“

Der ehrgeizige Judoka hat sich übrigens schon ein weiteres Ziel gesteckt: Die Olympischen Spiele 2012 in London. „Bis dahin ist natürlich noch Zeit. Aber ich möchte mich bereits in Rotterdam für Olympia empfehlen.“

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