Kelm und Misere legen früh den Grundstein zum 27:23 gegen HC Bremen

„Oberliga – das wäre der Hammer“

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No-Look-Pass? Jedenfalls wagt Patrick Zahn (2.v.r.) das Zuspiel auch mit geschlossenen Augen. Der Rückraumspieler zeigte eine starke Partie gegen die SG HC Bremen/Hastedt.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Das spielerische Highlight überließen die Handballer des TuS Rotenburg ganz großzügig den Gästen: Jan Wiezorrek vollendete einen doppelten Kempa-Trick 30 Sekunden vor Schluss für seine SG HC Bremen/Hastedt. Dennoch war der bereits feststehende Meister der Verbandsliga in der Pestalozzihalle ohne echte Siegchance gewesen. Mit ihrem 27:23 (16:8)-Heimerfolg unterhielten die Rotenburger nicht nur die fast 400 Fans vorzüglich, sondern wahrten als Tabellendritter – punktgleich hinter dem ebenfalls siegreichen VfL Fredenbeck II – ihre Aufstiegschance zur Oberliga. Jetzt kommt es Samstag am letzten Spieltag zum ultimativen Fern-Finale.

Selbst ist der Mann: Jens Koch nimmt den Wischmob zur Hand.

Die Ausgangslage ist klar: Fredenbeck II muss beim TV Langen zumindest einen Punkt liegen lassen – vorausgesetzt Rotenburg gewinnt gleichzeitig bei TuRa Marienhafe. „Ich würde mich freuen, wenn es in die Oberliga für uns geht – das wäre der Hammer“, sagt Rotenburgs Coach Nils Muche. „Es ist unsere gottverdammte Pflicht, das letzte Spiel auch zu gewinnen. Wenn Fredenbeck II dann ebenfalls siegt, haben sie den Aufstieg auch verdient.“ Rückraumspieler Jens Koch schätzt die Chancen seines Teams, den direkten Durchmarsch in die Oberliga zu schaffen, auf „50:50 – Sekt oder Selters. Aber solange uns der Coach wieder so einstellt, gewinnen wir auch.“ Hinzu kam gegen den HC Bremen die Unterstützung von der noch nie in dieser Saison so gut gefüllten Tribüne. „Wir wurden von der Masse getragen“, stellte Kreisläufer Christian Hausdorf fest.

Großartige Unterstützung kam von den Rängen.

„Die Jungs waren so voller Adrenalin“, hatte auch Coach Muche bemerkt und nannte einen weiteren Aspekt: „Unser Pfund ist die Abwehr.“ In der Tat: Nur acht Gegentore ließ Rotenburg in der ersten Halbzeit gegen die Bremer „Riesen“ zu. Die 3:2:1-Deckung, die im Laufe des Spiels dann etwas defensiver wurde, stand ebenso sicher wie Keeper Yannick Kelm, der zudem mit präzisen Pässen manch schnellen Tempogegenstoß einleitete.  Mann der ersten Viertelstunde war derweil Lukas Misere. Der Linksaußen erzielte sechs der ersten acht Treffer in dieser Phase, danach bauten Koch mit zwei Tempogegenstößen sowie Luka Bruns mit einem Doppelpack die Führung auf 12:4 aus (20.). Auch beim 16:8 zur Pause war es eine klare Sache.

Der noch in der ersten Hälfte eingewechselte Bremer Keeper Andreas Husmann, der sich auch durch einen unbeabsichtigten Kopftreffer von Misere nicht die Meisterlaune verderben ließ und ganz fair dem ebenfalls am Boden liegenden Rotenburger auf die Beine half, räumte ein: „Die Motivation war bei uns ein bisschen weg. Zum Glück haben wir aber in der zweiten Hälfte noch Kosmetikverbesserung betrieben.“ Einige Bälle parierte er nun auch gegen etwas unkonzentriert und zu früh abschließende Wümme-Handballer. Bis auf vier Tore kam der HC Bremen dadurch heran (49.), überstand letztlich aber auch trotz der Roten Karten gegen Klaas-Marten Badenhop und Christian Hausdorf – jeweils wegen der dritten Zeitstrafe – die Schlusphase unbeschadet (56./57.). „Nur 23 Gegentore gegen den Meister – das ist natürlich sensationell“, hofft Muche nun auf die Krönung der Saison.

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