Deutschlands größtes Handballtalent gastiert morgen in Rotenburg

„Nicht mit gerechnet“

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Emily Bölk debütierte im Juli im Spiel gegen Island für die deutschen Nationalmannschaft. 

Rotenburg - Von Julian Diekmann. Emily Bölk zählt zu den größten Handballtalenten der Bundesrepublik. Und die Ausnahmespielerin des Bundesligisten Buxtehuder SV gastiert morgen Abend mit ihrer Mannschaft in Rotenburg. Buxtehude trifft in einem Testspiel auf den niederländischen Serienmeister SV Dalfsen. Anpfiff in der Pestalozzihalle ist um 19.45 Uhr. Wir haben im Vorfeld der Partie mit der 18-jährigen Restsaußenspielerin gesprochen.

Emily Bölk (am Ball) ist beim Handball-Bundesligisten Buxtehuder SV zu einer festen Größe herangewachsen. 

Welche Bedeutung hat das Spiel gegen Dalfsen für Sie?

Emily Bölk: In erster Linie ist es eine gute Übung. Wir haben viele neue Spielerinnen im Team und müssen uns jetzt erst einmal finden. Wichtig ist, dass wir nun zu einer Mannschaft zusammenwachsen. Da kommt dann so eine Begegnung gegen Dalfsen ganz recht.

Und auf ihre neue Vereinskollegin Yara Nijboer wartet ein ganz besonderes Spiel.

Bölk: Das stimmt. Yara ist gerade neu zu uns gestoßen. Vorher hat sie für Dalfsen gespielt. Somit ist es für Yara eine besondere Begegnung. Aber sie hat sich auch schon richtig gut bei uns in Buxtehude eingefunden. Sie wird bestimmt viel Spaß haben, gegen ihr altes Team zu spielen.

Wie schätzen sie Dalfsen ein. Was ist das für eine Team?

Bölk: Ich kenne mich in der niederländischen Handballliga nicht besonders gut aus. Aber Dalfsen zählt dort zu den Topteams. Die Mannschaft spielt regelmäßig um die Meisterschaft und den Pokal mit und ist auch schon öfters in der Champions League aufgelaufen. Von daher erwarte ich einen starken Gegner und ein spannendes Spiel.

Sie haben mit Ihren gerade einmal 18 Jahren vor kurzem für die deutsche Nationalmannschaft debütiert und sind gegen Island aufgelaufen. Was war das für ein Gefühl?

Bölk: Das war enorm. Ich hatte gar nicht damit gerechnet. Das Spiel werde ich mein ganzes Leben lang nicht vergessen. Ich hoffe natürlich, dass ich weiter mit Leistung überzeugen kann und im kommenden Jahr bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land dabei bin. Das wäre das Größte für mich.

Wie geht es für Sie eigentlich in Buxtehude weiter?

Bölk: Ich habe im Frühjahr mein Abitur gemacht und bin noch ein Jahr bei Buxtehude unter Vertrag. Konkrete Gespräche zur Vertragsverlängerung gab es bisher aber noch nicht. Ich konzentiere mich in dieser Saison jetzt erst mal voll auf Handball. Nebenbei mache ich das ein oder ander Praktikum, um zu sehen, wohin mich mein beruflicher Weg führt. Aber Handball steht erst mal im Vordergrund.

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