Nach dem 78:83 der Hurricanes läuft alles auf Platz sieben hinaus / Sonderaufgabe motiviert Baden

Skuballa gelingt einzige Führung

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Mit vollem Einsatz bei der Sache: Andrea Baden (vorne), eigentlich für Aliaksandra Tarasava zuständig, stört hier Halles Kristen McCarthy.

Aus Halle (saale) - berichtet Matthias Freese. Platz sechs ist futsch! Ziemlich sicher. Nach dem viertletzten Spieltag der Basketball-Bundesliga, an dem die Avides Hurricanes beim SV Halle eine 78:83 (33:43)-Niederlage vor 680 Zuschauern bezogen und damit vier Punkte Rückstand auf den direkten Rivalen von der Saale haben, spricht fast alles dafür, dass das Team von Coach Tomas Holesovsky als Siebter in die Play-offs einziehen wird. Dementsprechend beginnen die Gedankenspiele über den möglichen Gegner.

„Ich glaube, am besten wäre Keltern für uns – oder Herne wegen der kurzen Fahrt“, meinte Kapitänin Pia Mankertz. Teamkollegin Maggie Skuballa ergänzte aber: „Wir müssen wohl nach Saarlouis. Sie sind kaum noch vom zweiten Platz wegzukriegen.“ Um noch einen Rang zu klettern, müsste Halle schon die letzten drei Punktspiele verlieren – „und wir alle gewinnen“, weiß Skuballa.

Davon ist nicht auszugehen – dafür war die Leistung in der schönsten Sportarena der Bundesliga auch zu unkonstant. Halle war den Hurricanes eben nicht nur von der Organisation der Partie als echtes Event eine Nasenlänge voraus, sondern zeigte vor 680 Zuschauern auch sportlich den besseren Auftritt. Ein einziges Mal während der 40 Minuten hatten die Gäste die Führung übernommen – unmittelbar zu Beginn des letzten Viertels durch Skuballa (58:56), nachdem Mankertz mit dem Ende des dritten Durchgangs clever ein Foul kurz hinter der Mittellinie gezogen und mit drei Freiwürfen ausgeglichen hatte.

Letztlich blieb die endgültige Wende aber aus. „Danach haben wir zu schnell geworfen und nicht immer die besten Abschlüsse gehabt“, meinte Mankertz selbstkritisch. Coach Holesovsky monierte weniger, dass der stark aufspielenden Alina Hartmann (19 Punkte und 14 Rebounds) vier Dreier gelangen, sondern vielmehr, dass in der entscheidenden Phase Aliaksandra Tarasava und Kristen McCarthy zu leicht zum Korb ziehen konnten. „Und allein in der ersten Halbzeit hatten wir 14 Turnovers“, ergänzte der Tscheche.

Er hatte übrigens Top-Scorerin Tarasava in Manndeckung nehmen lassen. Ein Job, mit dem Andrea Baden betraut wurde. Und wäre Halles Weißrussin während des Spiels auf Toilette gegangen, das Hurricanes-Eigengewächs wäre wohl auch dort mitgelaufen. „Ich mag solche Sonderaufgaben und finde es gut, dass der Trainer mir vertraut. So etwas puscht einen“, sagte Baden. „Bis zur Halbzeit hat das auch sehr gut geklappt, nur zum Ende hat sie aufgedreht.“ In der Tat: Zur Halbzeit war Tarasava noch bei neun Punkten geblieben, doch allein im Schlussviertel steuerte sie 13 Zähler bei – Coach René Spandauw brachte sie auch nach ihrem frühen vierten Foul (27.) weiter.

Die Hurricanes blieben zwar durch Angela Rodriguez bis zum 65:67 dran (34.), dann folgten aber zu viele Fehlversuche. Trotzdem gelang sowohl Skuballa (16 Punkte/12 Rebounds) als auch Kierra Mallard (22/13) je ein Double-Double. Die entscheidenden Aktionen passierten allerdings unterm Korb der Hurricanes – „und der schnelle Basketball half Halle mehr als uns“, bemerkte Holesovsky.

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