Niedersachsenweit auf Rang 59

Meyer formt Sottrum zum fairsten Team im Kreis

Auch Tomas Meyer (3.v.r.) ist als Trainer viel ruhiger geworden. Das übertrug sich offenbar auf seine Mannschaft. - Foto: Freese

Sottrum - Von Matthias Freese. Tomas Meyer ist schon seit einigen Wochen nicht mehr Trainer des Fußball-Kreisligisten TV Sottrum, doch er hat dem Club etwas hinterlassen – die fairste Mannschaft aus dem Kreis Rotenburg.

In der Rangliste aller 1 .003 niedersächsischer Mannschaften ab der Kreisliga liegt Sottrum auf Platz 59. Zweitbestes Team ist der seit Jahren vorne mitmischende Bezirksligist TV Stemmen auf dem 73. Gesamtrang.

Für Tomas Meyer hat Fairness auf und neben dem Platz einen hohen Stellenwert. „Wir haben immer wieder darüber gesprochen, wenn mir Dinge in puncto Fairness nicht gefallen haben. Und ich habe auch die, die öfter mal die Reibung suchen, verbal zur Ordnung gerufen“, berichtet Meyer. 

Der Scheeßeler, der derzeit keine Mannschaft betreut, hat übrigens bei sich selbst vor einiger Zeit angefangen. Er war früher als sehr emotionaler Coach am Spielfeldrand bekannt, das bekamen auch die Unparteiischen einige Male zu spüren. „Ich bin immer aufbrausend gewesen, auch das habe ich überdacht.“ 

Auflöser sei zu seiner Zeit beim SV Ippensen ein Lehrabend mit Schiedsrichter Sören Busch gewesen. „Das war sehr lehrreich“, gesteht Meyer, der sich in der vergangenen Saison auch stets nach den Spielen beim Unparteiischen über das Verhalten auf dem Platz erkundigt hat.

Dass es von Sottrumer Seite meist fair und ruhig ablief, lag auch an manchen Akteuren. Meyer nennt als Vorbilder Timo Löber und Yannik Stelling, die als Mannschaftsführer in der Verantwortung standen und mit dazu beitrugen, dass auch innerhalb der Mannschaft ein angemessener Ton herrschte.

Nur einer tat Meyer leid, wie er betont: Ausgerechnet Youngster Joshua Hüsing holte sich 17 Minuten vor dem Saisonende im letzten Spiel beim TSV Groß Meckelsen die Gelb-Rote Karte ab, weil er sich beim Klärungsversuch den Ball an den eigenen Arm geköpft hatte. „Dabei ist er sonst ein total fairer Spieler“, berichtet der Trainer.

Sein Team kassierte neben der einzigen Gelb-Roten Karte noch 42 Gelbe und kam damit auf einen Wert von 1,60. Der TV Stemmen, mit Erfolgen in der Fairnesswertung bestens vertraut, war trotz zweier Roter und einer Gelb-Roten Karte noch gut platziert. Aus dem Altkreis folgen Bezirksligist TuS Bothel auf Rang 169 und Kreisligist TuS Westerholz auf Rang 231.

Ganz vorne im Gesamtranking liegt Bezirksliga-Aufsteiger TSG Seckenhausen-Fahrenhorst aus dem Kreis Diepholz mit nur 16 Gelben Karten. Schlusslicht ist der SC Bosna aus der Kreisliga Osnabrück-Stadt mit 84 Gelben, fünf Gelb-Roten und acht Roten Karten sowie zwei Sportgerichtsentscheidungen.

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