Bezirkspokal: RSV benötigt das Elfmeterschießen beim 5:3-Erfolg in Langwedel / Chancenwucher

Lauridsen pariert – Oberbörsch trifft

Mit vereinten Kräften stoppen der spätere Siegtorschütze Jannis Oberbörsch (links) und Waldemar Ott in dieser Szene Langwedel-Völkerens Jan-Ole Post. Dennoch mussten die beiden Rotenburger lange um den Einzug ins Bezirkspokal-Viertelfinale zittern. J Foto: Bogner

Langwedel - Von Kai Caspers. Im Grunde genommen war nach dem 0:0 im Achtelfinale des Bezirkspokals gegen den Landesligisten Rotenburger SV alles angerichtet für Moritz Nientkewitz. Schließlich hatte der überragende Torhüter des FSV Langwedel-Völkersen seinen Team überhaupt erst den Einzug ins fällige Elfmeterschießen gesichert. Dort war er dann jedoch machtlos, während Frederik Bormann Nerven zeigte und sein Fehlschuss die 3:5 (0:0)-Niederlage des Bezirksligisten besiegelte.

Und die war auch völlig verdient, wie FSV-Trainer Benjamin Nelle neidlos eingestehen musste. „Natürlich hat Moritz überragend gehalten. Und kämpferisch kann ich der Mannschaft auch keinen Vorwurf machen. Aber spielerisch war uns Rotenburg klar überlegen. Aber das muss ja auch nicht unser Maßstab sein“, hielt sich die Enttäuschung bei ihm dann auch in Grenzen.

Noch in der Anfangsphase der Partie hatte es nicht danach ausgesehen, als sollten die Gastgeber dem RSV lange Paroli bieten können. Immer wieder boten sich dem favorisierten Landesligisten beste Möglichkeiten. Allein Atilla Iscan hätte die Gäste frühzeitig auf Kurs bringen können, fand jedoch gleich dreimal (6./12./16.) seinen Meister in FSV-Keeper Nientkewitz. „Da hätte er schon eine Möglichkeit von nutzen können. Das hätte die ganze Sache für uns sicher etwas einfacher gemacht“, resümierte Rotenburgs Trainer Matthias Rose. „Zumal es in der Vergangenheit immer wieder Spiele gegeben hat, in denen der Chancenwucher dann letztlich bestraft wird.“ Von Seiten der Gastgeber war lange Zeit in der Offensive nichts zu sehen. Bis zur 33. Minute. Nach einem langen Ball zappelte das Leder auf einmal im Netz des RSV und Daniel Throl ließ sich bereits feiern. Doch Schiedsrichter Wilm Lauke (Steimbke) verweigerte dem Treffer die Anerkennung, da Rotenburgs Torhüter Sebastian Lauridsen die Hand zuvor schon auf dem Ball gehabt hatte, ehe Throl zum Abschluss kam. Nelle: „Eine völlig korrekte Entscheidung.“

In der zweiten Halbzeit blieben die Gäste zwar optisch klar überlegen, doch ein Feuerwerk brannten sie keinesfalls mehr ab. „Da haben wir es einfach zu oft durch die Mitte versucht. Allerdings haben wir auch keine Torchance zugelassen“, lobte RSV-Coach Rose seine Defensive. Dennoch war es auch weiterhin ein Duell zwischen Rotenburg und Moritz Nientkewitz, aus dem der FSV-Keeper als klarer Punktsieger bei weiteren Chancen von Jannis Oberbörsch (57./68.) und Sercan Durmaz (65.) hervorging. Die Gastgeber setzten indes einzig und allein auf Konter. „Aber die wenigen, die wir hatten, haben wir einfach nicht gut zu Ende gespielt“, monierte Nelle.

Rotenburger SV: Lauridsen - Kiel, Kanigowski, Durmaz, Oberbörsch, Iscan, Niestädt, Röben, Potratz, Ott (58. Wulff), Ebersbach (85. Lünzmann).

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