Handball: Rechtsaußenspieler verlässt TV Sottrum vor Saisonstart

Kühnlein sauer auf Herbst

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Sottrums Trainer Norbert Kühnlein (l.) kann es einfach nicht fassen: Kurz vor dem Saisonstart verlässt Rechtsaußen Hauke Herbst den Verein und schließt sich dem Ligakonkurrenten TV Oyten an, obwohl er dem Sottrumer Coach bereits die Zusage für die kommende Spielzeit gegeben hatte. 

Sottrum - Mit großen Sorgen geht Handball-Landesligist TV Sottrum in die neue Saison. Nicht nur, dass mit Leitwolf Eric Kruse, Christian Warschke, Julian Eggert und Dennis Neiß gleich vier Spieler aufgehört haben, sondern auch weil Trainer Norbert Kühnlein lange Zeit auf Torhüter Max Schlusnus (Ellenbogen-Operation) und Abwehrspezialist Eike Westermann (Sprunggelenkverletzung) verzichten muss.

Hinzu kommt, dass überraschenderweise der Rechtsaußenspieler Hauke Herbst kurzfristig den TV Sottrum verlässt. Er schließt sich ab sofort dem Klassenkonkurrenten TV Oyten an. Herbst war vor drei Jahren vom SV Beckdorf (aktuell 3. Liga Nord) nach Sottrum gewechselt. Und der Vereinswechsel ärgert vor allem Kühnlein. „Der Weggang von Hauke Herbst hat uns besonders schwer getroffen. Es ist einfach nicht fair, wenn ein Spieler – trotz vorheriger fester Zusage – so ganz kurz vor Saisonbeginn noch den Verein wechselt“, motzt der Sottrumer Übungsleiter.

Zudem muss Kühnlein einen weiteren Abgang kompensieren, da sein bisheriger Torhüter Pascal Gajewski dem Team nicht mehr zur Verfügung steht. Gajewski verlässt den TV Sottrum in Richtung TSV Morsum (Landesklasse), weil er sich dort bessere Chancen auf einen Stammplatz ausrechnet. Wer nun in den nächsten Wochen neben Julian Kulgart das Sottrumer Tor hüten wird, steht noch nicht fest. „Da müssen wir kurzfristig eine Lösung finden, denn Julian kann an Spieltagen auch mal beruflich verhindert sein und dann sieht es eben ganz schlecht aus. Ich gehe aber davon aus, dass Max Schlusnus mindestens noch bis Weihnachten nicht spielen kann“, fürchtet der Sottrumer Coach. Und der Ausfall von Eike Westermann trifft besonders die Sottrumer Abwehr. „Wir müssen das als Mannschaft kompensieren. Nur dann besitzen wir eine Chance“, glaubt Kühnlein. Unter diesen Voraussetzungen könnte auch für den TV Sottrum zutreffen, dass die zweite Saison in einer neuen Spielklasse besonders schwierig wird.

Aber es gibt auch positive Nachrichten zu vermelden: Mit Malte Skusa und Marco Walker darf sich Kühnlein über zwei Neuzugänge freuen. Skusa kommt aus der zweiten Mannschaft des TuS Rotenburg (Regionsoberliga) zum Wieste-Team, und der 25-jährige Rückraumspieler Walker war zuletzt bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen (Oberliga Männer Nordsee) aktiv. Aus der zweiten Sottrumer Mannschaft (Regionsklasse) wurde des Weiteren Manuel Herberg hochgezogen.

Auf der Trainerbank wird der Sottrumer Handball-Abteilungsleiter zukünftig von Eric Kruse als Co-Trainer unterstützt. „Eric bringt ganz viel Erfahrung mit und ist auch auf der Bank ein großer Gewinn für uns“, ist Kühnlein überzeugt. Offensiv hat der TV Sottrum dagegen keinerlei Probleme. Mit Nicolas Karnick, Kilian Arlt, Claas Freymuth, Benjamin und Sascha Nijland sowie Routinier Benjamin Schnäpp stehen dort sehr torgefährliche Spieler im Aufgebot. Auch junge Akteure wie Jonas Stelling, Sven Thormann und Hendrik Splittgerber haben in der vergangenen Saison einen großen Sprung nach vorne gemacht und haben sich inzwischen zu festen Größen etabliert.

Die vergangene und erste Saison in der Landesliga beendete der TV Sottrum mit 26:26 Punkten auf Platz fünf. Eine ähnliche Platzierung wäre in der neuen Spielzeit Gold wert. Wenn der TV Sottrum durchweg geschlossen als eine Einheit auftreten sollte, ist ein Mittelfeldplatz aber durchaus möglich. Und wichtig wird sein – wie schon in der vergangenen Saison – einen guten Start hinzulegen. Der war mit 11:3 Punkten nach sieben Spielen optimal.

Erster Gegner ist am Sonntag, 28. August, dann die HSG Schwanewede/Neuenkirchen II (17 Uhr). 

jho

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