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Krone für Purdon und Schott

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Fällt auf: Der Finne Esa Paukku beim Diskuswurf.
Fällt auf: Der Finne Esa Paukku beim Diskuswurf.

Kreis-Rotenburg - Von Hauke PriggeSCHEESSEL · Als die Teilnehmer des Ultramehrkampf-Weltcups in Scheeßel das Ziel des finalen 10 000-Meter-Laufes erreicht hatten, konnte sich kaum einer der Athleten mehr auf den Beinen halten. Erschöpft, aber glücklich lagen sie auf der Bahn und gratulierten sich gegenseitig. Der Sieg bei den Männern ging an den favorisierten Australier David Purdon, bei den Frauen, die einen Vierzehnkampf absolvierten, gewann erwartungsgemäß Maren Schott (Bayer Leverkusen).

Bereits um 7.30 Uhr startete die Veranstaltung mit dem 100-Meter-Lauf im Stadion Waidmanns Ruh, um 22.15 Uhr und 19 Disziplinen später stand fest, dass Purdon den Weltrekord für den Eintages-Zwanzigkampf nur knapp verpasst hatte. Dabei lieferte er sich über weite Strecken ein spannendes Duell mit dem ehemaligen Zehnkämpfer Arne Schumann (TSV Gardelegen), der einen neuen Deutschen Rekord und einen U 23-Weltrekord aufstellte. Bis zum 400-Meter-Hürdenlauf, der 17. Disziplin, gestaltete der starke Sprinter Schumann den Wettkampf überraschenderweise ausgeglichen, bevor der erfahrenere Purdon beim Speerwurf, Dreisprung und 10 000-Meter-Lauf seine Schäfchen ins Trockene brachte und mit 10 376 Punkten vor Schumann (10 217) und Sebastian Krehan (DJK Grün-Weiß Werl/ 10 090) triumphierte. „Ich bin sehr glücklich mit dem gesamten Wettkampf. Eigentlich wollte ich den Weltrekord knacken, aber beim letzten Lauf bin ich stark eingegangen, weil ich zuvor zu viele Kräfte gelassen habe“, so der Australier.

Zu den zwölf männlichen Teilnehmern, von denen es sich keiner nehmen ließ, ins Ziel zu kommen, gehörte auch der Scheeßeler Lokalmatador Manfred Ruthe, der einen sehr beachtlichen Wettkampf ablieferte und in der Klasse M 40 Vierter wurde. „Generell lief es für mich wunderbar. Für den nächsten Wettkampf werde ich aber wieder die Langstreckenläufe trainieren, sonst macht es da keinen Spaß“, zog er im Ziel, von Krämpfen geschüttelt, sein Fazit.

Aber ein Ultramehrkampf besteht eben nicht nur aus den Langstrecken, sondern auch aus technischen Disziplinen, in denen Ruthe besonders im Hammer- und Diskuswurf glänzte. Auch mit seinen Leistungen über 200 Meter flach und 200 Meter Hürden zeigte er sich außerordentlich zufrieden. Am Ende standen 6 327 Punkte auf seinem Konto.

Bei den Frauen verlor die ehemalige Universiade-Siegerin und Hürdenspezialistin Maren Schott keine einzige Disziplin. Mit 9 430 Punkten hatte sie deutlichen Vorsprung vor Antje Bock (Nike Berlin/6 964) und deren Teamkollegin Anika Werner (5 144). „Bei mir lief es heute wirklich wie am Schnürchen. Ich bin mit fast allen Disziplinen sehr zufrieden und möchte mich auch noch einmal für den tollen Wettkampf bei Organisator Martin Ruthe bedanken“, so die Doktorandin der Mathematik.

Und auch besagter Martin Ruthe selbst strahlte über beide Ohren: „Der Tag verlief wirklich reibungslos. Die 25 Helfer des TV Scheeßel haben tolle Arbeit geleistet.“

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