Tolle Kulisse beim 22. Abendlauf / Halatsch wird Zehnter

Kohlwes und Heyn in Sottrum konkurrenzlos

Beim Start hielt sich Sebastian Kohlwes (mit der verdeckten Nummer 41) noch zurück, dann zog er allen davon. - Fotos: Freese

Sottrum - Von Matthias Freese. Rekordbeteiligung, Rekordkulisse, zwei klare Sieger im Hauptlauf – und trotzdem ein wenig Aufregung im Ziel: Bei der 22. Auflage des Sottrumer Abendlaufes triumphierte im Zehn-Kilometer-Hauptlauf erstmals Sebastian Kohlwes vom LC Hansa Stuhr. An seine 32:41 Minuten kam keiner der Verfolger heran. Ähnlich erging es Frauensiegerin Janina Heyn (LG Buntentor/40:28), die aber dennoch kurzfristig um ihre Titelverteidigung bangen musste, weil in der Ergebnisliste plötzlich eine andere Läuferin vor ihr auftauchte.

Die Angelegenheit hatte sich schnell geklärt, denn Elica Ruschmeyer (SC Tewel) war ganz offensichtlich schon nach drei Runden in Richtung Ziel abgebogen – und wurde daraufhin disqualifiziert. „Das war meine erste 40-er-Zeit in diesem Jahr“, freute sich derweil Janina Heyn, die sogar acht Sekunden schneller war als im Vorjahr, obwohl sie keine wirkliche Rivalin hinter sich wusste – die Zweitplatzierte Melanie Noack (LG Kreis Verden) folgte fast zwei Minuten nach ihr (42:23), 60 Sekunden später kam Imme Menges (TuS Sudweye) als Dritte ins Ziel. „Es hilft schon, wenn man den Atem einer Frau im Nacken spürt“, meinte Janina Heyn, die dafür aber mit Stefan Kettler einen guten Pacemaker an ihrer Seite wusste und nun im nächsten Jahr das Triple schaffen könnte. „Schauen wir mal“, so die 33-jährige Bremerin.

Schnellste Frau in Sottrum war wie schon 2015 Janina Heyn von der LG Buntentor aus Bremen.

Trotz 370 Starter im Hauptlauf (insgesamt waren es über alle vier Strecken 1 233) lief Sebastian Kohlwes vor toller Kulisse ein einsames Rennen von der Spitze weg. Hatte er beim Start noch in der zweiten Reihe gestanden, kam er nach 8:10 Minuten als Führender aus der ersten von vier Runden heraus. Knapp dahinter der Vorjahresvierte Stefan Steinert (LG Kreis Verden), der in der zweiten Runde jedoch nicht mehr mitgehen konnte. „Da hat er ein bisschen angezogen. Und in der dritten Runde ging es für mich dann steil bergab“, ärgerte sich der spätere Zweite, der schon gleich nach seiner Zielankunft in 34:23 Minuten mit sich selbst schimpfte: „Grottig! Scheiß-Zeit!“

Für Sieger Kohlwes war Sottrum bei seinem zweiten Start indes ein gutes Pflaster: Im Vorjahr landete er in 34:35 Minuten noch auf Platz sechs, jetzt „bin ich fast zwei Minuten schneller gewesen und bin eine neue persönliche Bestzeit gelaufen“, berichtete der 26-Jährige stolz. Seinen bisherigen Bestwert hatte er mit 33:20 Minuten im Rahmen des Bremen-Marathons aufgestellt.

Die Temperaturen waren optimal, die Strecke aber durchaus anspruchsvoll, wie Kohlwes fand. „Sehr verwinkelt, es ging hoch und runter, und es war durchaus windig. Aber wenn man dann Bestzeit läuft, muss man natürlich sagen, dass es eine schnelle Strecke ist“, bemerkte er schmunzelnd. Dritter wurde übrigens Fisha Werede (LG Kreis Verden/35:10), bester Läufer aus dem Altkreis Niels Halatsch (TuS Rotenburg) als Zehnter in respektablen 36:48 Minuten.

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