Buxtehude schlägt Dalfsen in Rotenburg mit 31:20 

Knippenborg zeigt es ihrem Ex-Club

Meist einen Tick schneller – auch am Boden: Buxtehudes Riesen-Talent Emily Bölk sichert sich den Ball gegen die Niederländerin Fenne Rijks.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Lone Fischer hatte zu fortgeschrittener Stunde noch ein ziemlich gutes Auge – und ein ebensolches Händchen. Es lief bereits die 55. Minute und die warme Luft stand in der Rotenburger Pestalozzihalle, als die nur 1,65 Meter große Linksaußenspielerin des Buxtehuder SV aus der eigenen Hälfte abzog und das verwaiste Tor des niederländischen Ehrendivisionärs Sercodak Dalfsen traf. Das Testspiel hatte der Handball-Bundesligist zu diesem Zeitpunkt längst vorentschieden, am Ende setzte er sich mit 31:20 (16:9) durch.

Die niederländische Nationalspielerin Lynn Knippenborg (am Ball) zeigte gegen ihren früheren Club Dalfsen (hier mit Roos van Leeuwen) ein starkes Spiel in der Rückraummitte. - Fotos: Freese

Das Fazit von Buxtehudes Trainers Dirk Leun fiel nicht allzu lang aus: „Wir sind in der Vorbereitung, haben viele Dinge getestet, etwa das Spiel mit zwei Kreisläuferinnen. Wir hatten sehr gute Phasen, aber auch schwächere mit zu vielen Fehlern“, resümierte er. Dalfsen, auf der Rückreise von einem Trainingslager in Dänemark, war da ein passender Gegner. Und nicht zu unterschätzen, schließlich ist das Team von Coach Peter Portengen mehrfacher niederländischer Meister und bestreitet in zwei Wochen die Qualifikationsspiele zur Champions League. Außerdem ist der holländische Frauenhandball nicht erst seit dem vierten Platz bei den Olympischen Spielen in Rio hochgeachtet.

Das Duell der beiden Teams hätte allerdings mehr Zuschauer verdient gehabt. Den Weg in die Halle, eher vergleichbar mit einem Sauna-Gang, traten weniger als 200 Zuschauer an. Dabei bekamen sie durchaus schnellen und trickreichen Frauenhandball geboten. Allen voran die erst 18-jährige Nationalspielerin Emily Bölk deutete mehrfach an, dass sie in die Fußstapfen ihren berühmten Mutter Andrea Bölk treten kann. Im linken Rückraum kam sie allein bis zu ihrer Auswechslung nach rund 20 Minuten zu sechs Toren. In Hälfte zwei brachte Coach Leun sie als Linksaußen – zwei Tore kamen hinzu.

Klasse Anspiele und zudem noch fünf Tore steuerte Neuzugang Lynn Knippenborg zum Sieg gegen ihren ehemaligen Club bei. Die Spielmacherin, die als Nummer 16 des niederländischen Nationalkaders nur ganz knapp den Sprung ins Olympia-Team verpasst hatte, überzeugte auch ihren Trainer. „Sie ist die erhoffte Verstärkung und erfüllt meine Erwartungen voll und ganz“, urteilte Leun.

Dass seinen Damen dabei nicht alles gelang, konnte Buxtehudes Trainer durchaus nachvollziehen. „Trotz des Harzes hat die Wurfpräzision gelitten“, verwies er auf die Temperaturen und schwitzige Hände. Bei Lone Fischer war da allerdings wenig von zu spüren. Die zweitkleinste im Team legte nach ihrem Tor aus der eigenen Hälfte noch einen drauf und traf zwei Minuten später sogar per Kempa-Trick.

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