Drei Tore beim 5:2 – und / „Ein geiles Gefühl“

Klee schenkt Visselhövede ein

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Scheeßels Goalgetter Florian Klee (vorne) beschäftigte Claas Bargfrede (dahinter) und dessen VfL Visselhövede mehr, als dem Bezirksliga-Absteiger lieb sein konnte. Am Ende siegte der Aufsteiger gleich mit 5:2 – drei Mal traf Klee. 

Scheeßel - Von Matthias Freese. Der Rasen im Stadion Waidmannsruh war definitiv zu lang – doch beim VfL Visselhövede machten sie erst gar keine Anstalten, es darauf zu schieben. Der Bezirksliga-Absteiger und selbsternannte Titelanwärter verpatzte seinen Saisonstart gründlich und verhalf dem Aufsteiger und Gastgeber SV Rot-Weiß Scheeßel zu einem traumhaften Comeback in der Fußball-Kreisliga. Mit einem 5:2 (2:1)-Erfolg setzte sich die Beeke-Elf nach dem ersten Spieltag sogar an die Tabellenspitze. Florian Klee glänzte mit drei Treffern.

Für Visselhövede geht es damit genauso weiter wie in der Bezirksliga. „Schlimmer“, fand es Co-Trainer Joachim Keck sogar. Die löchrige Defensive bleibt das größte Sorgenkind und Coach Morad Bounoua meinte: „Zum Glück war es das erste Spiel. Wir haben gesehen, was für Defizite wir noch haben.“ Umso ärgerlicher war der Auftritt aber für ihn, weil sein Team zunächst überlegen wirkte und nach sechs Minuten mit 1:0 führte – Mariusz Szymanski hatte einen indirekten Freistoß im Strafraum verwandelt, nachdem Scheeßels Keeper Sebastian Bretzke einen Ball von Verteidiger Jascha Krumschmidt aufgenommen hatte.

„Auch nach dem 0:1 hören wir nicht auf Fußball zu spielen, kommen zurück und nehmen die Köpfe hoch“, lobte Scheeßels Trainer Sven Schumacher die Moral seiner Elf, während Bounoua haderte: „Wenn du führst, musst du die Bälle nicht so hergeben, sondern den Gegner kommen lassen und clever spielen.“ Taten seine Jungs jedoch nicht. So drehte Scheeßel per Doppelschlag die Partie. Erst legte Jan Loos für Florian Klee auf, nur zwei Minuten später traf Mike Sprenger nach einem Fehler von Keeper Moritz Meyer zum 2:1 (25./27.). Dass der Klassenneuling dabei mit offenem Visier spielte, war von Schumacher so gewollt: „Das müssen wir doch. Unsere Stärke ist die Offensive.“ Und selbst den Ausfall des angeschlagenen Spielmachers Christoph Meyer kompensierten die Rot-Weißen – Vinzent Reuter übernahm den Part durchaus erfolgreich, dahinter räumten der kopfballstarke Matthias Miesner und Tobias Lehmann ab. Vorne war indes Klee in blendender Form. „Einen wie ihn musst du erstmal halten können“, bemerkte Schumacher. Der 21-Jährige verwertete denn auch eine Flanke von Benjamin Hensel im zweiten Versuch zum 3:1 (55.) und erhöhte nach einen Reuter-Freistoß völlig ungehindert per Kopf auf 4:1 (60.). „Ein geiles Gefühl“, kommentierte er seine drei Tore.

Spannend machte es Visselhövede nicht mehr, auch wenn Merwan Sabouneh per Strafstoß nach einem Foul von Sprenger an Szymanski das 2:4 gelang (66.). Sprenger wiederum verwertete eine feine Vorarbeit von Ali Kara zum 5:2 (77.). Trotz des Erfolges schickte Schumacher sein Team aber noch zum Auslaufen. „Zwei Runden“, lautete die Vorgabe, doch war der Coach bei der Kontrolle etwas nachlässig, bis die Töchter feststellten: „Papa, die nehmen voll die Abkürzung.“

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