Visselhövede II gegen Jeersdorf

Torwart-„Oldie“ Jens Wingerning steht 180 Minuten auf dem Platz

Trotz seiner 46 Jahre gehört Jens Wingerning beim Fußball-Bezirksligisten VfL Visselhövede zu den absoluten Leistungsträgern. - Foto: Freese

Visselhövede - Von Julian Diekmann. Die Partie der 2. Fußball-Kreisklasse Süd zwischen dem VfL Visselhövede II und dem SV Jeersdorf lief gerade einmal ein paar Minuten, da trat Thomas Heidler an den Pfosten der Gastgeber.

„Bist du fit, gleich noch 90 Minuten dranzuhängen?“, fragte „Vissels“ Co-Trainer der ersten Herren Jens Wingerning. Der Keeper der Zweiten musste nicht lange überlegen: „Klar, kein Problem. Wenn Not am Mann ist, helfe ich gerne aus.“ Gesagt, getan. So spielte der „Torwart-Oldie“ erst die Begegnung der Zweiten zu Ende, die Wingerning übrigens mit 2:0 gewann, um nur wenige Minuten nach Abpfiff das Tor im Bezirksliga-Derby gegen die Reserve des Rotenburger SV zu hüten – eben echte Vereinsliebe.

„Die Pause zwischen den beiden Spielen reichte gerade einmal für ein Trikotwechsel“, berichtet der 46-jährige Torwart-„Oldie“. Auch wenn der Schlussmann nicht viel Zeit zum Verschnaufen hatte, seine Leistung im Nachbarschaftsduell war mehr grandios. Mit seinen Paraden hielt er die 0:3-Niederlage seiner Mannschaft mehr als in Grenzen. „Dafür, dass ich am Sonntag 180 Minuten durchgespielt habe, bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden“, erklärt der Industriekaufmann recht bescheiden. Gleich mehrere 100-prozentige Tormöglichkeiten vereitelte Wingerning in bester Toni-Turek-Manier.

Trotz der anstrengenden Doppelschicht hatte Wingering, der beim VfL Visselhövede auch noch Tennis spielt und im „Altherrenteam“ der Volleyballer aktiv ist, am Tag danach wenig Probleme mit seinen Knochen und Muskeln. „Ich stand ja ,nur‘ im Tor. Da ist das alles noch ganz erträglich. Ich habe mich am Montag recht gut gefühlt. Zudem hilft mir da auch meine Routine“, sagt der erfahrene Schlussmann schmunzelnd.

Und ans Aufhören denkt er noch lange nicht: „Ich fühle mich aktuell recht fit und möchte mindestens noch eine Saison dranhängen. Dann wäre es meine 30. Saison im Herrenbereich. Das ist das große Ziel, das ich in meiner Fußballkarriere noch verfolge.“ Aber auf Dauer braucht er die Doppelbelastung nicht mehr.

Sein Hauptaugenmerk gilt eh nicht der ersten Mannschaft. „Ich bin mit Leib und Seele Spielertrainer der Zweiten. Aber sollte es bei der Ersten in der kommenden Spielzeit noch mal zu Engpässen kommen, stehe ich dem Team selbstverständlich zur Verfügung.“ Wie schade nur, dass Thomas Heidler ab der kommenden Saison den Cheftrainerposten beim Kreisklassisten TuSV Stellichte übernimmt.

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