René Thiel freut sich auf das Ahe-Stadion

„Jeden Zentimeter umgraben“

René Thiel – rechts im letzten Bezirksliga-Spiel 2016 gegen Tobias Hoops vom TuS Bothel – ist mit 39 Jahren immer noch am Ball. In der Landesliga rückt er aber verstärkt in die Jokerrolle. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Mit 39 Jahren in der Fußball-Landesliga – da gibt es nicht viele, die das schaffen. René Thiel hat jedoch keine Probleme damit, er ist mit dem SV Komet Pennigbüttel gerade erst aufgestiegen und tritt mit dem Klassenneuling am zweiten Spieltag, bereits Freitagabend um 18.45 Uhr, beim Rotenburger SV an.

Im Ahe-Stadion spielte Thiel einst von Anfang 2010 bis zum Sommer 2011. Warum der Stürmer nie zum RSV zurückkehrte und was er dem Ex-Club zutraut, verrät er im Interview.

In Ihrem Alter noch in der Landesliga aufzulaufen, ist eher ungewöhnlich ...

René Thiel: Ich bin eben der Pizarro der Landesliga. Ich werde zwar im Februar 40, aber ich hatte seit drei Jahren keine Verletzung mehr, habe ein gutes Gewicht mit 85 Kilo und bin fitter als damals in Rotenburg. Nun gut, für 90 Minuten reicht es vielleicht nicht mehr, aber für 45 oder 60 immer.

Also nehmen Sie inzwischen mehr die Jokerrolle ein?

Thiel: Ich konzentriere mich etwas mehr auf meinen Job als Co-Trainer. Die Jungen sollen sich erst mal austoben, das haben sie verdient. Und wenn es dann nach 45 oder 60 Minuten 0:0 oder 0:1 steht, ist es angedacht, dass ich reinkomme und das Ding in unsere Richtung drehe. Mit unserem Flüchtling Amed Fadika haben wir echt eine Granate vorne, ich bin dann dafür da, meine Erfahrung weiterzugeben.

Und für die Standards, oder?

Thiel: Ja, so wie immer – Flanken, Ecken, Freistöße. Die Qualität habe ich, auch wenn ich noch nie ein Läufer war.

Beim RSV haben Sie anderthalb erfolgreiche Jahre erlebt und sind in die Oberliga aufgestiegen. Mit wem haben Sie noch Kontakt?

Thiel: Mit Tim Ebersbach. Ich bin ja auch bei seiner Krankenkasse. Und Trainer Matthias Rose ist mein Versicherungsvertreter. Mit ihm habe ich damals beim Brinkumer SV zusammengespielt, bevor ich zum RSV gegangen bin.

Aber eine Rückkehr zum RSV kam in der Vergangenheit nie in Frage?

Thiel: Mit Tim habe ich mich manchmal unterhalten, aber unter Jan Fitschen wäre das sowieso nicht gegangen. Das hätte nicht gepasst. Ich hätte ihn nicht ernst nehmen können.

In der vorletzten Saison haben Sie mit Pennigbüttel noch in der Kreisliga gespielt. Dann gab es den Durchmarsch ...

Thiel: Ja, unser Ziel in der Bezirksliga war es, drinzubleiben – Ziel leider verpasst (lacht). Da mussten wir auch über uns Trainer nachdenken.

Ist die Landesliga nicht womöglich eine Klasse zu hoch?

Thiel: Es müsste noch eine Zwischenstation geben, denn vom Niveau her ist es nicht ein Sprung von einer Klasse, sondern eher von anderthalb. Das haben wir auch im ersten Spiel gemerkt (1:4 bei Eintracht Lüneburg, Anm. d. Red.). Die Jungs müssen sich erst an die Landesliga gewöhnen. Aber wir müssen definitiv keine Angst vor den anderen Teams haben. Wenn wir auf dem Platz jeden Zentimeter umgraben, dann schaffen wir den Klassenerhalt auch.

Also wird sich Ihr Teams gegen den RSV hinten reinstellen?

Thiel: Nee, wir haben die spielerische Qualität, dass wir uns nicht hinten reinstellen müssen. Wir haben einen Matchplan, den wir durchziehen wollen. Wir müssen aber über den Kampf kommen. In Rotenburg will ich die drei Punkte haben, allein schon aus alter Verbundenheit und weil wir sie brauchen. Das Spiel ist für mich etwas ganz Besonderes, ich wollte noch mal im Stadion, im Käfig spielen, nachdem ich letztes Jahr gesperrt war, als wir bei der Zweiten gespielt haben.

Und wie schätzen Sie den RSV ein?

Thiel: Ich glaube, dass Rotenburg zwischen Platz sechs und zehn landen wird. Ich habe sie gegen Harsefeld gesehen und es gibt fünf, sechs Mannschaften, die finde ich wesentlich stärker. Der Kader ist ja auch nicht so groß. Drei, vier Spieler könnten sie schon noch gebrauchen.

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