23-jährige Finnin glänzt in vielen Bereichen

Iiskolas Spaß am Basketball ist zurück

Evita Iiskola überzeugte gegen den Herner TC mit einer starken Leistung. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Auch wenn sie während der Partie nur kleine Pausen bekommen hatte, mochte Evita Iiskola noch gar nicht aufhören. Nachdem der 72:71-Heimsieg ihrer Avides Hurricanes gegen den Herner TC perfekt und der erste Jubel etwas abgeklungen war, vergnügte sich die 23-jährige Finnin mit dem Basketball-Nachwuchs des Clubs auf dem Court. Es war ihre ganz persönliche Overtime nach einem starken Auftritt – ihrem bisher besten im Bundesliga-Trikot der Hurricanes. Das sagen auch die Statistiken des vierten Spieltages.

„Ich denke, ich habe deshalb so gut gespielt, weil ich entschieden habe, vorher ein wenig zu entspannen und mich dann so sehr reinzuhauen wie ich es kann“, verrät die Flügelspielerin ihr Erfolgsrezept. Zwölf Punkte, sieben Rebounds (davon sogar wir in der Offensive), zwei Steals und vor allem sechs Assists wies der Bogen nach dem dramatischen Coup gegen die bis dato ungeschlagenen Herner für sie aus. Und vor allem: Iiskola kam damit in der Summe auf den höchsten Effektivitätswert aller Spielerinnen. „Sechs Assists sind schon sicherlich viel, ich war auch überrascht, dass ich so viele hatte. Ich habe halt geschaut, wo die nächste Mitspielerin ist, die offener stand als ich“, erklärt sie.

Dabei war ihr die Freude am Basketball zuletzt sogar etwas abhanden gekommen, wie sie berichtet. Grund war nicht der Saisonstart mit den Hurricanes. Es waren die vier Jahre in den Staaten, wo sie für die Providence Friars in Rhode Island gespielt hat. „Die USA haben mich definitiv einiges gelehrt. Es waren anstrengende Jahre, in denen wir nicht viele Spiele gewonnen haben und mir Basketball auch nicht mehr so viel Spaß gemacht hat wie sonst. Jetzt genieße ich es aber wieder, nicht nur, weil wir ein paar Spiele gewonnen haben, sondern weil es einfach wieder Spaß macht“, sagt die aus Espoo, ganz im Süden Finnlands, stammende Nationalspielerin.

„Evita ist eine Spielerin mit großem Potenzial, ein fleißiger Arbeiter mit guter Defense. Nur in der Offense braucht sie noch mehr Selbstvertrauen“, urteilt Hurricanes-Trainer Tomas Holesovsky über Iiskola. Dabei hat sie gegen Herne gerade auch in der Offense ordentlich zugelegt. Waren im Spiel zuvor beim SV Halle trotz hohen Einsatzes einige Bälle nicht im Korb gelandet, so zeigte sie vor allem im Schlussviertel, wie wertvoll sie ist. Sechs Punkte gelangen ihr in den letzten vier Minuten, also der Crunch Time des Spiels. Zwar ließ sie die beiden Freiwürfe 1:04 Minuten vor dem Ende aus, verwandelte aber 20 Sekunden vor der Schlusssirene zum 70:68 von der Linie.

„Wir haben sehr gut zusammengespielt und auch als Team sehr gut die Rebounds geholt – das war ein wichtiger Grund für unseren Sieg. Unsere Abwehr hat viel besser gearbeitet, vor allem unsere Zonen-Defense. Und dadurch, dass wir mit einer kleineren Rotation als gewöhnlich spielen müssen, müssen wir noch mehr zusammenhalten – das Endergebnis war ein großartiger Sieg“, resümierte Evita Iiskola. Und wagte nach zwei Siegen und zwei Niederlagen sowie Platz acht einen Ausblick: „Ich hoffe, wir können unser Spiel im Laufe der Saison noch weiter verbessern und werden erfolgreich genug sein, um am Ende die Play-offs zu erreichen. Das können wir, wenn wir weiter hart an uns arbeiten und als Mannschaft zusammenstehen“, ist sie überzeugt.

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