Hurricanes können in Herne nicht gewinnen und verpassen Pokal-Finalrunde

Im Westen nichts Neues

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Hände weg: Maggie Skuballa (vorne links) scheint hier lieber einen Sicherheitsabstand zu Hernes Flügelspielerin Kata Takács zu halten.

Scheeßel - Die Parallelen waren unverkennbar: Wieder ein starkes erstes Viertel, wieder eine Pausenführung, wieder ein völliger Einbruch im dritten Durchgang und ein Aufbäumen im letzten. Und wieder kein Sieg beim Angstgegner! Wie im Bundesliga-Hinspiel, so jetzt auch im Pokal-Viertelfinale.

Durch die 56:64 (35:34)-Niederlage gestern beim Herner TC verpassten die Basketballerinnen der Avides Hurricanes nicht nur den erstmaligen Einzug in die Finalrunde, sondern auch den ersten Sieg in der Sporthalle der Mont-Cenis-Gesamtschule. Im Westen also nichts Neues. Auch wenn das erste große Saisonziel – der Einzug ins Top-Four-Turnier – misslang, wirkte Coach Tomas Holesovsky gar nicht so geknickt: „Die Mädels haben gekämpft, aber Herne hat auch wirklich gut gespielt. Sie sind für mich Favorit auf Platz zwei in der Liga. Wir haben es leider nur geschafft, eine Halbzeit lang gut mitzuspielen.“

Genau hingeschaut: Eine Halbzeit lang setzten die Hurricanes die Anweisungen von Coach Tomas Holesovsky gut um, nach der Pause folgte aber ein Bruch im Offensivspiel.

Die Voraussetzungen waren freilich auch nicht die besten, denn der Wintereinbruch erwischte die Hurricanes eiskalt – erst nach fünfeinhalbstündiger Fahrt trafen sie rund 30 Minuten vor Spielbeginn in Herne ein. Zunächst machte sich das noch nicht negativ bemerkbar, denn in der 13. Minute gelang Shay Selby der Ausbau der Viertelführung auf 23:18. Doch allmählich übernahm Herne die Kontrolle über das Spiel, zog mit einem 9:0-Run kurzzeitig vorbei und erwischte vor allem nach der Pause einen 8:0-Traumstart, ehe Selby nach drei Minuten den ersten Korb für die Hurricanes erzielte. Es blieb für einige Zeit der letzte – Herne entschied das Viertel schließlich mit 19:6 für sich. „Da haben sie einfach ihre Klasse gezeigt. Und wir hatten im dritten Viertel keinen Rhythmus in der Offense mehr. Manchmal hatte ich das Gefühl, wir passen den Ball wie eine heiße Kartoffel weiter. Außerdem haben wir nicht immer so gute Entscheidungen getroffen“, bemerkte Holesovsky und monierte zudem rund 20 Ballverluste – auch wenn Herne dort nicht wirklich besser war.

Auffällig unterm Brett war aber vor allem ein bis dato unbekanntes Gesicht in der Bundesliga: Kristi Belloc. Die Amerikanerin absolvierte ihr erstes Spiel für Herne – Hurricanes-Coach Tomas Holesovsky wusste zwar im Vorfeld davon, dennoch hatte sein Team der Centerin nur wenig entgegenzusetzen. Auf 22 Punkte und zehn Rebounds kam die Neuerwerbung. Bei den Hurricanes spielte hingegen Kierra Mallard mit 16 Punkten und zwölf Rebounds die Hauptrolle.

Den endgültigen K.o. versetzte ausgerechnet Kata Takács ihrem alten Team, für das sie drei Jahre lang gespielt hatte. Sie baute die Führung der Gastgeberinnen in der 32. Minute erstmals auf 16 Punkte aus. „Ich war froh, dass ich getroffen habe – und es war auch zum richtigen Zeitpunkt“, meinte die Österreicherin. Hannah Pakulat, Andrea Baden per Dreier und Mallard reduzierten den Rückstand am Ende zwar noch einmal deutlich, doch änderte das nichts daran, dass die Hurricanes weiterhin auf ihren ersten Sieg beim Herner TC warten müssen.

maf

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