Lennart Henke macht mit 18 Jahren beim TuS Bothel auf sich aufmerksam

Der fleißige Arbeiter

Voller Einsatz: Bothels Youngster Lennart Henke gibt stets Gas und hat sich mit gerade einmal 18 Jahren schon einen Namen in der Bezirksliga gemacht. J Foto: Freese

Bothel - Von Mareike Ludwig. An seine erste Partie in der Fußball-Bezirksliga kann er sich noch ganz genau erinnern. „Ich war total nervös und habe sogar am Körper gezittert“, gesteht Lennart Henke. Mittlerweile ist sein Lampenfieber aber so gut wie verflogen. Kein Wunder, stand der 18-Jährige doch von den bisher elf Begegnungen seines TuS Bothel schon neun Mal auf dem Platz. So auch am Sonntag beim TSV Wallhöfen (3:1), wo er als Sechser „richtig stark gespielt hat“, lobt Coach Christoph Meinke.

Für den Spielertrainer ist es eine „erfreuliche Überraschung“, dass der Youngster des Teams, der bei den ersten Saisonspielen sogar noch 17 war, auf Anhieb den Sprung vom Jugend- in den Herrenbereich geschafft hat – schließlich dürfte Henke immer noch in einer U 19-Mannschaft spielen. „Für dieses Alter ist es wirklich erstaunlich, wie schnell er bei uns eine zentrale Rolle auf einer so wichtigen Position übernommen hat. Ich hatte mich damals bewusst dazu entschieden, ihn schon mit hochzuziehen, da Lennart ein fleißiger Arbeiter ist“, lobt Meinke und spricht dabei die Trainingsbeteilung an. Von den bisher 34 Einheiten war Henke 33 Mal dabei. Doch diese Zahl ist für den angehenden Industriekaufmann nichts Besonderes: „Für mich ist es selbstverständlich, zum Training zu gehen. Darüber mache ich mir gar keine Gedanken.“

Genau diese Einstellung ist es, die der Trainer an seinem defensiven Mittelfeldmann so schätzt: „Er ordnet dem Fußball wirklich alles unter und gibt immer Gas. Das zeichnet ihn aus, solche Spieler brauchen wir.“

Die Ernte für seine harte Arbeit fährt er nun Woche für Woche ein. Am Sonntag gegen Wallhöfen durfte er bereits zum zweiten Mal über die volle Distanz ran, in den anderen Partien stand er mindestens 65 Minuten auf dem Platz. Darüber zeigt sich der Botheler schon etwas überrascht: „Ich hätte vor der Saison nie damit gerechnet, dass ich so viel spielen darf. Das freut mich tierisch.“

Die Gefahr, jetzt abheben zu können und die älteren Spieler nicht mehr richtig ernst zu nehmen, sieht Meinke indes nicht. „Er weiß die Situation richtig einzuschätzen“, erklärt der Coach. Und sollte „Junior“, wie er von seinen Teamkollegen gerufen wird, doch mal über die Stränge schlagen, erdet er spätestens, wenn er nach dem Training wieder die Kabine ausfegen oder aber die Ballkiste schleppen muss. „Natürlich ärgern mich die Jungs damit. Damit habe ich aber kein Problem, das gehört für den Jüngsten im Team nun einmal dazu“, so Henke.

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