Matthias Czimmeck nimmt den Stress gerne auf sich

Ein Tor für das Familienalbum

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Matthias Czimmeck ist eigentlich noch Jugendspieler, hilft aber im Reserve-Herrenteam des Rotenburger SV aus.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Matthias Czimmeck dürfte einer der am häufigsten fotografierten Spieler des Rotenburger SV sein. Schließlich ist seine Mutter bei nahezu allen Heimspiel des Sohnes dabei und hält die Spiele mit ihrer Kamera fest. „Ich weiß nicht, wie viele Alben ich schon gefüllt habe. Ich finde es aber cool, dass sie mich so unterstützt“, meint Matthias Czimmeck. Die Aufnahmen vom vergangenen Samstag dürften wohl einen Ehrenplatz bekommen. Immerhin traf der 18-jährige Abiturient das erste Mal in seiner Karriere im Herrenbereich.

„Das war natürlich ein ganz besonderes Gefühl. Der Treffer war auch noch ziemlich wichtig, weil wir in der Schlussphase unter Druck standen“, kommentiert Czimmeck, der die Bezirksliga-Partie zwischen der Reserve des Rotenburger SV und der zweiten Mannschaft des TSV Ottersberg mit seinem Treffer in der 90. Minute entschied.

Normalerweise spielt der zentrale Mittelfeldspieler im U 18-Team des JFV Rotenburg, mit dem er in der Bezirksliga um den Aufstieg kämpft. Seit einigen Wochen fährt er aber fußballerisch zweigleisig – und nebenbei standen auch noch Abiturprüfungen an. „Es war mitunter schon ziemlich stressig für mich“, gibt Czimmeck zu. Seit seinem Debüt beim 2:2 im Derby gegen den TuS Bothel ist der Nachwuchsmann aus dem Team des scheidenden Coachs Dariusz Sztorc schon fast nicht mehr wegzudenken. Er ist seither vier Mal über 90 Minuten im Einsatz gewesen. „Ich bin über die Spielzeit sehr überrascht und hätte damit nicht gerechnet“, meint Czimmeck.

Fest zum Team zählt sich die Nachwuchshoffnung aber noch nicht. „Ich bin immer nur dabei, wenn Not am Mann ist und ich mit meinem Jugendteam kein Spiel habe“, berichtet der Rechtsfuß, der den Sprung in den Herrenbereich in den vergangenen Wochen gut gemeistert hat. „Ich habe ganz neue Erfahrungen gesammelt. Im Erwachsenenfußball geht es noch viel härter zur Sache. Es wird schneller gespielt und auf dem Platz mehr gesprochen“, berichtet der Youngster, der für seinen Coach Dariusz Sztorc lobende Worte findet: „Er ist ein guter Trainer, der nach außen wie ein harter Hund wirkt, aber es auf keinen Fall ist. Er hat mir die Sicherheit in den Spielen gegeben, sodass ich gute Leistungen bringen konnte.“

Ob der vor eineinhalb Jahren vom JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen zum RSV zurückgekehrte Mittelfeldakteur ab der nächsten Spielzeit fest zu den Erwachsenen aufrückt, weiß Czimmeck noch nicht. „Es hängt auch davon ab, ob es im nächsten Jahr eine U19 gibt. Das steht aber noch nicht fest und ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, wo ich dann spiele.“

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