Bruno Labbadia über Rotenburg, die Anhänger und die Zukunft

„Die Fans sind ein emotionaler Antrieb“

Bruno Labbadia, hier im Frühjahr 2015 im Ahe-Stadion, kehrt mit dem HSV morgen nach Rotenburg zurück. - Foto: Freese

Rotenburg - Vor einem Jahr hat er den Hamburger SV zum Klassenerhalt geführt, jetzt auf Platz zehn der Fußball-Bundesliga – Bruno Labbadia gastiert mit seiner Elf zum Benefizspiel bei den Landesliga-Kickern des Rotenburger SV. Im Vorfeld stand der 50-jährige Coach noch für ein Interview zur Verfügung.

Herr Labadia, Sie kommen mit Ihrem Team nicht zum ersten Mal nach Rotenburg. Welche Erinnerungen haben Sie an die Stadt?

Bruno Labbadia: An Rotenburg habe ich hervorragende Erinnerungen. Schließlich haben wir dort in einem Trainingslager den Grundstein zur letztjährigen Rettung gelegt.

Mit welchen Kader werden Sie anreisen? Sind auch noch die Spieler dabei, die den HSV verlassen werden?

Labbadia: Uns plagen derzeit leider große Verletzungssorgen. Beim Bundesligaspiel in Augsburg waren wir mit einem 16-Mann-Kader, darunter beide Torhüter aus der U 23. Auch auf unseren Kapitän Johan Djourou werden wir in Rotenburg verzichten müssen, da er schon zur Nationalmannschaft in die Schweiz abgereist sein wird. Natürlich möchten wir dennoch mit einer guten Mannschaft kommen und den Fans etwas bieten.

Wie sieht die Planung für die Zukunft aus? Wie will es der HSV schaffen, auf Dauer wieder aus dem Keller der Liga zu kommen und wieder weiter oben ein gewichtiges Wort mitzureden?

Labbadia: Wir sind mit der aktuellen Saison nicht zufrieden. Dennoch haben wir nach zwei Relegationsjahren in Folge eine deutlich stabilere Saison gespielt. Nun gilt es, den Kader sinnvoll zu verstärken und in der kommenden Saison den nächsten Schritt zu machen.

Viele Clubs leisten wertvolle Nachwuchsarbeit. Das klappt in Hamburg offenbar nicht so rund. Wenn junge Spieler nachrücken, verlassen diese den Verein schon recht schnell. Wie soll dem entgegen gewirkt werden?

Labbadia: Der HSV hat in den letzten Jahren durchaus viele Talente herausgebracht. Leider waren wir aufgrund der finanziellen Situation dazu gezwungen, Spieler wie Tah, Son und Öztunali abzugeben. Das Ziel muss für die Zukunft lauten, solche Spieler zu halten. Ein Meilenstein für den HSV-Nachwuchs wird der „Campus“ sein, der gerade neben dem Volksparkstadion entsteht. Wir holen das Nachwuchsleistungszentrum aus Norderstedt zu uns. Dies wird die Verzahnung zwischen Nachwuchs- und Profibereich auf ein neues Level heben. Auch drehen wir gerade an vielen weiteren Stellschrauben des Nachwuchsleistungszentrums. Die Maßnahmen werden aber erst mittel- und langfristig Früchte tragen.

Wie wichtig ist es für den Club, Spiele im Umfeld zu absolvieren?

Labbadia: Auch wenn der HSV Fans in ganz Deutschland hat, ist er dennoch in Norddeutschland zu Hause. Es ist schön, wenn wir uns unseren Fans in Norddeutschland präsentieren können.

Wir wichtig ist der Kontakt zu den Fans, die weit weg von Hamburg leben?

Labbadia: Fans sind unser emotionaler Antrieb und unser Rückhalt. Der HSV ist sehr bemüht, nicht nur mit den in Hamburg ansässigen Fans in Kontakt zu treten. Zwei Mal im Jahr besuchen wir Fanclubs in ganz Deutschland. Letzte Woche erst waren Spieler von uns in ganz Norddeutschland und sogar in Stuttgart, Berlin und Frankfurt unterwegs.

Letzte Frage: Wie wird das Spiel gegen den Rotenburger SV ausgehen?

Labbadia: Ich wünsche mir für die Zuschauer, dass wir ein schönes, faires und torreiches Fußballspiel erleben werden.

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