RSV-Reserve kassiert noch das 1:1 und muss Klassenerhalt ohne Goalgetter schaffen

Delventhal – Rot mit Folgen

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Der Moment, indem aus dem vermeintlichen Matchwinner Tobias Delventhal (r.) ein Rotsünder wird: Referee Jan Lindner zückt den verhassten Karton – die RSV-Reserve muss den Klassenerhalt nun ohne ihren Stürmer schaffen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Thies Lünzmann betätigte sich als Wasserträger – doch als er fast am Ziel war, da rissen dem Abwehr- und Mittelfeldspieler alle sechs PET-Flaschen aus der Plastikummantelung und polterten auf die Tartanbahn. Seinem Team ging es im übertragenen Sinne genauso. Bis zur dritten Minute der Nachspielzeit hatten die Fußballer des Rotenburger SV II die drei Punkte im Bezirksliga-Kellerduell gegen den FSV Langwedel-Völkersen eingetütet, dann erzielte Daniel Throl per Sonntagsschuss aus 25 Metern mit dem Schlusspfiff das 1:1 (1:0).

Die Reaktionen auf beiden Seiten hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während sich über Throl eine Jubeltraube bildete, hockten die Rotenburger ausgelaugt, traurig und verstreut auf dem Rasen. „Wir haben uns am Ende belohnt“, strahlte Langwedels Coach Benjamin Nelle, während sein Kollege Dariusz Sztorc nicht draufhaute, sondern lobte: „Ich habe höchsten Respekt. Diese Mannschaft hat sich längst nicht aufgegeben. Und alle Ratten, die das sinkende Schiff während der Saison verlassen haben, können sich ein Stück davon abschneiden und sehen, was Teamsport ist.“

Ein wahres Wechselbad der Gefühle erlebte im ganz Speziellen RSV-Stürmer Tobias Delventhal. In einer recht chancenarmen Partie hatte er das frühe 1:0 mit einem sehenswerten Volley-Drehschuss aus rund 18 Metern erzielt (13.). Später, exakt in der 55. Minute, verstand er die Welt nicht mehr, als ihm der nicht immer ganz richtig liegende Referee Jan Lindner (VfL Westercelle) Rot zeigte. „Wegen einer Beleidigung gegen mich“, erklärte der Unparteiische. Delventhal hatte kein Verständnis: „Ich habe nur gerufen: ,Was pfeifst du da?‘ Gelb wäre okay gewesen, aber nicht Rot.“ Nun aber ist für den Goalgetter die Saison bei noch zwei Spielen vorzeitig beendet. Sztorc bezeichnete die Aktion als „Bärendienst“ und meinte nur: „Ich habe die Worte nicht richtig verstanden.“

Hatte die RSV-Reserve im ersten Durchgang deutlich mehr vom Spiel gehabt, aber es vor allem in Person von Andrej Edel verpasst, ein zweites Tor zu erzielen (3./11./36.), drängte Langwedel im zweiten Durchgang zunehmend. „Die Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt – gerade bei dem Wetter“, wusste Nelle. Sein Team blieb jedoch immer wieder in der RSV-Defensive und bei Keeper Jonas Keusen hängen. Bis eben Daniel Throl mit der letzten Aktion des Spiels abzog. Wodurch die RSV-Reserve, zwei Zähler vor dem Relegationsrang liegend, weiter zittern muss.

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