Daniel Stephenson bereut Rückkehr nicht

„Vom Aufstieg sind wir meilenweit weg“

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Visselhövedes Daniel Stephenson sehnt die ersten Punkte herbei. 

Visselhövede - Von Vincent Wuttke. Mit dem Abstiegsgespenst kennt Daniel Stephenson sich bestens aus: Schon in der vergangenen Saison musste der 34-Jährige mit dem MTV Jeddingen wieder raus aus der Fußball-Kreisliga, bevor er dann im Sommer zum VfL Visselhövede zurückkehrte. Für den Offensivspieler läuft es nach dem Bezirksliga-Abstieg seines neuen Teams bisher genauso schlecht weiter. Nach fünf Spielen hat „Vissel“ noch keinen Punkt geholt und ist das Schlusslicht.

Sie haben immer noch keinen Zähler eingefahren. Ist das nicht ein blamabler Saisonstart für Visselhövede?

Daniel Stephenson: Das muss man ganz klar so sagen. Vor allem, weil wir uns viel vorgenommen hatten und fest daran geglaubt haben, dass es deutlich besser laufen wird.

Schauen Sie noch auf die Tabelle?

Stephenson: Nein, die letzten Wochen habe ich nicht mehr geguckt. Es lohnt sich für mich ja auch nicht.

Haben Sie Ihre Rückkehr etwa schon bereut?

Stephenson: Das auf gar keinen Fall. Unser Trainerteam ist top und mit meinen Teamkollegen verstehe ich mich auch super. Außerdem kenne ich ja noch viele von früher.

Sie sind 34 Jahre alt – denken Sie gerade jetzt manchmal daran, lieber zu den Altherren zu gehen?

Stephenson: Auf gar keinen Fall. Ich fühle mich körperlich und spielerisch noch gut genug für die Kreisliga und habe da mehr Lust drauf. So lange ich fit bin, möchte ich bei den Herren mitspielen.

Für Sie lief der Saisonstart auch schlecht. Sie sind noch ohne Torerfolg ...

Stephenson: Das wäre mir aber auch ganz egal, wenn wir wenigstens die Spiele gewonnen hätten. Viele Punkte sind mir lieber als viele Tore.

Woran liegt es hauptsächlich, dass keine Zähler geholt werden?

Stephenson: Es ist ganz schwer zu sagen, denn es ist ja nicht so, dass keine Qualität da wäre. Es fehlt einfach das Quäntchen Glück und wir kassieren zu viele Gegentore.

Weil die Abwehr zu schwach ist?

Stephenson: Die fängt aber für mich schon vorne bei mir an. Alle sind für die Defensive verantwortlich, die gesamte Mannschaft und nicht nur die vier Abwehrspieler.

Die Mannschaft ist erfahren. Wie kann es da sein, dass Ihnen nach Führungen so oft die Butter vom Brot genommen wird?

Stephenson: Aus irgendeinem Grund stellen wir das Fußballspielen dann ein und verlieren komplett die Kontrolle. Es ist unerklärlich, weshalb wir nicht weiterspielen.

Was stimmt Sie zuversichtlich, dass die Niederlagenserie am Sonntag beim TSV Groß Meckelsen enden wird?

Stephenson: Die Einstellung stimmt bei allen, wir haben über vieles geredet und sind motiviert. Zudem will Morad Bounoua (Trainer, Anm. d. Red.) auch wieder mitspielen. Von daher gehe ich fest davon aus, dass wir gewinnen. Aber davon bin ich auch ehrlicherweise vor dem Spiel gegen Ostereistedt/Rhade schon ausgegangen.

Geht es jetzt erst mal nur noch darum, die Abstiegsplätze zu verlassen?

Stephenson: Das Saisonziel Aufstieg können wir schon abhaken. Da sind wir meilenweit von weg. Für uns ist ganz wichtig, mal wieder zu gewinnen und damit eine kleine Serie zu starten. Wenn der erste Erfolg kommt, wird das auch passieren, da bin ich mir ganz sicher.

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