Avides Hurricanes spielen bei Meister Wasserburg stark auf / Rodriguez verwandelt sieben Dreier

65:76 – Sensation knapp verpasst

Angela Rodriguez (l.), hier im Heimspiel gegen Wasserburgs Marie Sheylani Peddy, überzeugte beim Rückspiel mit sieben erzielten Dreiern. Am Ende musste sie sich mit den Avides Hurricanes aber mit 65:76 geschlagen geben. Archivfoto: Freese
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Angela Rodriguez (l.), hier im Heimspiel gegen Wasserburgs Marie Sheylani Peddy, überzeugte beim Rückspiel mit sieben erzielten Dreiern. Am Ende musste sie sich mit den Avides Hurricanes aber mit 65:76 geschlagen geben. Archivfoto: Freese

Rotenburg - Von Julian Diekmann. Fast hätten die Avides Hurricanes die Sensation perfekt gemacht. Mit nur fünf Spielerinnen hielten die Hurricanes die Erstliga-Partie beim Meister und souveränen Tabellenführer TSV 1880 Wasserburg lange Zeit offen. In der zweiten Halbzeit schwanden aber die Kräfte und die Mannschaft um Headcoach Tomas Holesovsky musste sich am Ende mit 65:76 (42:41) geschlagen geben. Die Vorstellung, die die Gäste am Samstagabend auf das Parkett legten, imponierte aber nicht nur Holesovsky. Lob gab es auch vom Gegner und dessen Fans.

„Wir waren ganz dicht an der Sensation, haben vor allem in der ersten Halbzeit einen fantastischen Basketball gespielt. Leider sind uns zum Ende die Kräfte ausgegangen“, lobte Trainer Holesovsky sein Team. Knackpunkt war das dritte Viertel, das die Hurricanes mit 11:21 verloren.

Aber der Reihe nach: Vor allem in den ersten beiden Vierteln hielten die Hurricanes mit, waren dem Favoriten aus dem Landkreis Rosenheim ebenbürtig. Zwar kamen die Gastgeberinnen etwas besser in die Partie hinein, aber die Hurricanes ließen sich nicht einschüchtern. Und das, obwohl die mitgereisten Shay Selby und Kierra Mallard sich kurz vor Beginn der Partie vom Spielbogen haben streichen lassen. Es kam sogar das Gerücht auf, dass die beiden Spielerinnen das nur getan haben, um sich die eigene Statistik nicht zu versauen. Allerdings dementierte Holesovsky die Darstellung. „Beide waren schon angeschlagen mitgereist und fühlten sich vor der Partie nicht gut. Deswegen haben sie nicht gespielt“, stellte der Coach klar.

Dafür spielten die übrigen Spielerinnen bärenstark. „Wir haben in der Anfangsphase zwar nicht viele Punkte gemacht, aber wir haben gleich gemerkt, dass Wasserburg nicht seinen besten Tag hatte. Das wollten wir ausnutzen“, berichtete Holesovsky – und zwar mit Dreiern.

„Unsere Taktik war es, das wir mit dem Ball unter den Korb ziehen und ihn dann blitzschnell nach Außen passen, um Drei-Punktewürfe zu erzielen.“ Und die Taktik ging auf. Allein Angela Rodriguez verwandelte in dem Spiel sensationelle sieben Dreier. Nach neun Minuten lag der Gast dank Pia Mankertz sogar mit 18:13 in Führung, die Rodriguez nur wenig später mit einem Dreier auf 21:16 ausbaute. Das erste Viertel gewann dann aber Wasserburg noch knapp mit 22:21.

Auch im zweiten Viertel boten die Hurricanes dem haushohen Favoriten Paroli. „Wir sind mit viel Selbstvertrauen in den Spielabschnitt gegangen, haben ohne Angst gespielt. Das war unser bestes Viertel der Begegnung“, zeigte sich Holesovsky über den starken Auftritt seines Teams hocherfreut. Und das Engagement wurde belohnt. Ein erneuter Rodriguez-Dreier brachte in der 20. Minute sogar die 42:41-Pausenführung ein. „Wir haben mit richtig viel Energie gespielt und in der Defense wichtige Rebounds geholt. Deswegen konnten wir das Viertel auch knapp mit 21:19 für uns entscheiden“, berichtete der Hurricanes-Headcoach.

Doch nach der Halbzeit machte sich der dünne Kader bemerkbar. „Im dritten Viertel hat unsere Aggressivität immer mehr nachgelassen und wir haben auch nicht mehr so viele Rebounds geholt wie noch zuvor“, erklärte Holesovsky. Zudem kamen immer mehr Konzentrationsfehler und Ballverluste dazu, die Wasserburg mit Fastbreaks eiskalt ausnutze. So gewannen die Gastgeberinnen das Viertel am Ende deutlich mit 22:11.

Erst im letzten Viertel fingen sich die Hurricanes wieder. „Ich hatte erst ein wenig Angst, dass wir konditionell total einbrechen werden. Doch das war nicht der Fall, was mich wirklich überrascht hat. Alle Spielerinnen haben noch einmal 100 Prozent gegeben. Das war einfach nur der Wahnsinn“, konnte Holesovsky die gute Vorstellung seiner Mannschaft selbst nicht glauben. Das lag auch an der gut aufgelegten Maggie Skuballa, die das Spiel mit einem Double-Double abschloss. „Wir haben fast wie im zweiten Viertel gespielt, nur das wir dieses Mal nicht so viele Körbe getroffen haben. Ich war mit der Leistung im Schlussviertel aber sehr zufrieden“, betonte Holsovsky.

Aber nicht nur der Coach der Hurricanes war am Ende mit der Leistung seiner Mannschaft glücklich. Lob gab es auch vom Gegner. „Wasserburgs Trainer Georg Eichler kam nach dem Spiel zu mir und hat unsere Leistung in den höchsten Tönen gelobt. Er sagte, dass er sich nicht beschweren dürfe, wenn wir das Spiel gewonnen hätten. Wir seien der moralische Sieger.“ Und auch die Fans der Gastgeberinnen würdigten die Leistung der Hurricanes mit anerkennenden Applaus.

„Ich muss vor meiner Mannschaft den Hut ziehen. Mit so einer starken Leistung hatte ich vor der Begegnung nicht gerechnet. Wir haben gesehen, dass wir mit dem Meister mithalten können. Ich bin wirklich stolz“, so der Headcoach.

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