Hurricanes unterliegen 67:70 in Saarlouis

Dem nächsten Coup so nahe

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Die Finnin Minna Sten zeigte ihr bisher bestes Spiel im Trikot der Hurricanes und erzielte ihr erstes Double-Double mit 13 Punkten und zwölf Rebounds. 

Scheeßel - Es fehlte nicht viel und die Erstliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes hätten sich nach dem Heim-Coup gegen den bis dato ungeschlagenen Herner TC vor einer Woche einen neuen Spitznamen erarbeitet: „Spitzenreiter-Bezwinger“. Da aber am Ende die Kraft angesichts des dünnen Kaders und der kleinen Rotation nachließ, blieb die Überraschung beim Tabellenführer TV Saarlouis Royals aus. In der Stadtgartenhalle setzte sich der Gastgeber aus dem Saarland noch mit 70:67 (39:38) durch.

„Das ist schade, das war eine tolle Leistung. Aber es fehlte noch jemand, der uns ein bisschen Kraft hätte geben können, denn von unseren acht Spielerinnen, die wir dabei hatten, waren drei nur zu 70, 80 Prozent gesund“, bemerkte Coach Tomas Holesovsky, ergänzte aber auch: „Für mich ist der Spielstand fast wie ein Sieg. Damit war nicht zu rechnen. Nicht gegen Saarlouis, nicht in Saarlouis.“

Vor allem die zuletzt verletzte Flügelspielerin Laura Dally und Centerin Minna Sten zeigten ihr bisher bestes Pflichtspiel im Hurricanes-Trikot. Während die Kanadierin auf 17 Punkte und sechs Rebounds kam, gelang der unterm Korb spielenden Finnin ihr erstes Double-Double in der Bundesliga. Neben 13 Punkte steuerte sie zwölf Rebounds bei – allesamt in der Defense. Auch Aufbauspielerin Petra Zaplatova punktete mit zwölf Zählern wieder zweistellig und kam zudem auf starke sieben Rebounds und fünf Assists.

Das Trio bildete auch zusammen mit Pia Mankertz und Laura Rahn (an alter Wirkungsstätte) die Starting Five. Und es lief richtig gut für die Hurricanes. Evita Iiskola markierte die 10:6-Führung (5.), auch zur Halbzeit (38:39) war es ein offenes Spiel, in dem die Hurricanes immer wieder leicht vorlegten. Fünf Punkte betrug der Vorsprung bei Zaplatovas Zweier zum 51:46 (28.), noch drei bei Iiskolas Freiwürfen zum 56:53 (30.). In der 33. Minute übernahm Saarlouis jedoch die Führung mit 59:58 und gab sie fortan nicht mehr ab. „Irgendwann musste der Moment ja kommen“, hatte Holseovsky einen kräftemäßigen Einbruch erwartet. Dennoch war noch alles möglich, die Hurricanes waren bis zehn Sekunden vor dem Ende bei einem Punkt Rückstand in Ballbesitz, verpassten aber den Korberfolg, sodass Saarlouis von der Freiwurflinie alles klar machte und den Gästen nur noch 0,5 Sekunden auf der Uhr blieben – zu wenig Zeit, um noch einmal zu kontern.

Ihre erste Erstliga-Einsatzminute erhielt übrigens Nike Fortmann im zweiten Viertel. Sie war die einzige Nachwuchskraft, die die lange Reise mitgemacht hatte. Der nächste Job auf die erst in der Nacht zurückgekehrten Hurricanes wartet bereits am Mittwoch mit dem Pokalspiel beim Zweitligisten BG 74 Göttingen. 

maf

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